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Gericht: Niederlande zu Schutz von Karibikinsel vor Klimwandel-Folgen verpflichtet
Die Karibikinsel Bonaire muss laut einer Gerichtsentscheidung vom niederländischen Staat besser vor den Folgen des Klimawandels geschützt werden. Bislang sei dieser Schutz "unzureichend", befand das Bezirksgericht in seinem potenziell wegweisenden Urteil vom Mittwoch. Es wies die niederländische Regierung an, ihre Klimaschutzmaßnahmen unter Berücksichtigung des Außenterritoriums Bonaire anzupassen und diese Änderungen im Jahr 2030 in Kraft zu setzen.
Auch setzte das Gericht der Regierung eine Frist von 18 Monaten, um "klare und verpflichtende" Zielvorgaben für die gesamte niederländische Wirtschaft bei der Reduktion der Treibhausgase festzulegen.
Einwohner von Bonaire hatten zusammen mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen den niederländischen Staat geklagt. Sie verlangen "konkrete Maßnahmen", um die kleine Insel vor der Küste Venezuelas vor dem steigenden Meeresspiegel zu schützen. Laut einer Studie der Vrije Universiteit in Amsterdam könnte bis zum Ende des Jahrhunderts ein Fünftel des Territoriums von Bonaire vom Meer verschluckt worden sein.
Das Gericht in Den Haag befand nun, dass die Bewohner von Bonaire "ohne guten Grund anders behandelt" würden als die Einwohner des europäischen Teils der Niederlande. Damit würden die Menschenrechte der Bürger von Bonaire verletzt.
F.Cardoso--PC