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Iran-Krieg: Erster Evakuierungsflug in Deutschland eingetroffen
In Frankfurt am Main ist der erste Evakuierungsflug aus der Golfregion mit Deutschen an Bord gelandet. Die Maschine mit der Flugnummer LH345 aus Maskat im Oman erreichte den Rhein-Main-Flughafen am Donnerstagmorgen. An Bord des Airbus A340 der Lufthansa waren laut Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) mehr als 250 Menschen. Weitere Flüge sind demnach für Donnerstag und Freitag geplant.
"Heute und morgen wird es zwei weitere Flüge mit ähnlicher Größe geben", sagte Wadephul am Vormittag in Berlin. "Dafür organisieren wir gerade auch Transporte aus den Emiraten nach Maskat. Es ist mir wichtig, dass wir dabei denjenigen helfen, die unsere direkte Hilfe unbedingt benötigen." Wadephul hatte im Vorfeld darauf verwiesen, dass vor allem "Alte, Kranke, Schwache, Schwangere, Kinder" nach Deutschland ausgeflogen werden sollten.
"Wir werden jetzt fortlaufend prüfen, wie wir noch weitere Unterstützungsangebote machen können", sagte Wadephul bei einer Pressekonferenz mit seinem moldauischen Amtskollegen Mihai Popsoi. "Gleichzeitig sehen wir glücklicherweise auch eine gewisse Entspannung im kommerziellen Flugverkehr. Die Kapazitäten für die Ausreise werden von Tag zu Tag größer."
Kritik von Betroffenen hatte es teilweise daran gegeben, dass die von der Bundesregierung organisierten Evakuierungsflüge nicht kostenlos sind. Ausgeflogene müssten nach Konsulargesetz jeweils 500 Euro als Beteiligung zahlen.
Der Iran hatte als Antwort auf die massiven Angriffe der USA und Israels US-Militärbasen in den Golfstaaten beschossen, aber auch zivile Infrastruktur in den Staaten ins Visier genommen, darunter die Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi, Kuwait und Manama in Bahrain. Die Emirate hatten daraufhin Samstagfrüh ihren Luftraum gesperrt. Tausende deutsche Urlauber saßen deshalb in der Region fest.
Wadephul zufolge werden am Donnerstag aus den Arabischen Emiraten, wo sich der Großteil der deutschen Urlauber aktuell aufhalte, nun weiter "etwa 250 kommerzielle Flüge in alle Welt gehen". Davon gingen "über 60 nach Europa, einige davon auch nach Deutschland".
Deutsche Reiseunternehmen schafften kontinuierlich für ihre Kunden neue Ausreisemöglichkeiten, betonte Wadephul. Am Donnerstag sollen demnach "auch über 500 Passagiere" von zwei Kreuzfahrtschiffen in der Region ausreisen.
Ferreira--PC