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Zwei Palästinenser nach israelischem Militäreinsatz im Westjordanland getötet
Zwei Palästinenser sind bei einem israelischen Militäreinsatz am Samstag in der Stadt Dschenin im Westjordanland nach palästinensischen Angaben getötet worden. Elf weitere Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schwer, wie das palästinensische Gesundheitsministerium mitteilte. Nach Angaben der israelischen Armee richtete sich der Einsatz gegen ein Mitglied der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Der 25-jährige Mann sei verdächtigt worden, auf Soldaten in der Gegend geschossen zu haben.
Die israelische Seite erklärte am Samstag, bei dem Einsatz in Dschenin hätten Dutzende Palästinenser Sprengsätze und Molotowcocktails auf die Soldaten geworfen, diese hätten "mit scharfer Munition" zurückgeschossen.
Erst einen Tag zuvor waren nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums zwei Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen in Kalkilia sowie nahe Ramallah erschossen worden, darunter ein 14-jähriger Junge. Die israelische Armee erklärte, sie habe auf einen "gewalttätigen Aufstand" außerhalb Ramallahs reagiert. Das palästinensische Außenministerium bezeichnete die Todesfälle am Freitag als "Hinrichtungen".
Seit einer Reihe anti-israelischer Anschläge Anfang des Jahres ist die Lage in der Region stark angespannt. Die israelische Armee hat ihre Einsätze im Norden des von Israel besetzten Westjordanlands verstärkt - insbesondere in Nablus und Dschenin, wo militante Palästinenser aktiv sind.
F.Cardoso--PC