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Hanning plädiert vehement für deutsche Olympia-Bewerbung
Sollte sich Deutschland wieder für die Ausrichtung Olympischer Spiele bewerben? Für Handballfunktionär Bob Hanning ist die Antwort ganz klar: Ja! "Allein die Frage treibt mir die Zornesröte ins Gesicht", schrieb Hanning in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel: "Was kann uns denn Besseres passieren als eine gemeinsame Kampagne für die Ausrichtung der Sommerspiele 2036 oder 2040?"
Vor 51 Jahren fanden zuletzt Olympische Spiele in Deutschland statt, 1972 in München. In den vergangenen Jahren scheiterten mehrfach Versuche am Votum der Bürger, etwa in Hamburg oder München. Für die Zweifel am Mehrwert Olympischer Spiele hat Hanning jedoch kein Verständnis. Er könne die "Verzagtheit" in Deutschland "nicht mehr hören", schrieb er.
Olympische Spiele seien für die Entwicklung des deutschen Sports wichtig, denn der, so Hanning, liege "am Boden". Nicht weniger als eine "katastrophale" Wahrnehmung im Ausland, attestierte Hanning. Es gebe "kaum noch Medaillen, keine vernünftige Förderung, immer weniger Leistungsbereitschaft".
Darüber hinaus betonte Hanning auch den gesellschaftlichen Nutzen, den Olympische Spiele für das Land hätten. "Es wird höchste Zeit, dass uns mal wieder ein Großprojekt gelingt", schrieb der 55-Jährige: "Wir brauchen ein Ziel, hinter dem sich das Land versammeln kann." Es sei "an der Zeit, der Welt zu beweisen, dass wir es auch selbst können. Und zwar auf unsere Art. Weg vom Gigantismus, hin zu nachhaltigen, ökologischen Spielen", plädierte der 55-Jährige.
Mit seiner klaren Fürsprache ist Hanning derzeit nicht alleine. In den vergangenen Wochen wird wieder vermehrt über eine mögliche Bewerbung diskutiert und die Planungen konkreter. Am kommenden Samstag schon will die DOSB-Mitgliederversammlung die "Frankfurter Erklärung" verabschieden, in der Richtlinien für eine Bewerbung definiert werden sollen. Die Olympischen Spitzenverbände in Deutschland unterstützen das Vorhaben.
P.Cavaco--PC