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Trotz Schlotterbecks Blitzheilung: BVB nur remis gegen TSG
Mit dem überraschend genesenen Nico Schlotterbeck, aber ohne Sieg im letzten Heimspiel des Jahres: Borussia Dortmund hat gegen die TSG Hoffenheim in fast letzter Minute einen Sieg verpasst. Die von zahlreichen Verletzungen geplagte Mannschaft von Trainer Nuri Sahin kam am Sonntag nicht über ein trostloses 1:1 (0:0) hinaus, der Ex-Dortmunder Jacob Bruun Larsen (90.+1) glich in der Nachspielzeit aus. Nach dem dritten Liga-Unentschieden in Serie droht der BVB nun, den Anschluss nach oben zu verlieren. Die einzig gute Nachricht aus Sicht des BVB: Schlotterbeck ist schon wieder einsatzbereit.
Giovanni Reyna (46.) brachte die Dortmunder in Führung, die jedoch nicht hielt: Bruun Larsen traf und verzichtete aus Respekt vor seinem einstigen Klub auf ausschweifenden Jubel. Mit nun 22 Punkten belegt der BVB nur den achten Platz. Der Rückstand auf Tabellenführer Bayern München beträgt elf Punkte - obwohl der Rekordmeister am Samstag seine erste Saisonniederlage hatte einstecken müssen.
In Dortmund stand zunächst Schlotterbeck im Mittelpunkt: Als der Name des Nationalspielers bei Vorstellung der Mannschaftsaufstellung verlesen wurde, brandete lauter Jubel auf. Schließlich hatte noch am Mittwoch alles darauf hingedeutet, dass der Nationalspieler länger ausfallen würde. Bei der letzten Aktion des Champions-League-Spiels gegen den FC Barcelona (2:3) war er bei der Landung nach einem Kopfball schwer umgeknickt, Schlotterbeck wurde vom Platz getragen - Sahin sprach von "schrecklichen" Bildern und fürchtete, sein Abwehrchef könne langfristig fehlen.
Doch nur vier Tage später verteidigte Schlotterbeck bereits wieder, an der Seite des Kapitäns Emre Can hatte er jedoch zunächst wenig Abwehrarbeit zu verrichten. Im Spielaufbau war er dafür umso mehr eingebunden, seinen Pässen in die Spitze fehlte es aber meist an Präzision. Dies galt auch für seine Mitspieler, der BVB ließ es in diesem letzten Heimspiel des Jahres gemütlich angehen - und offenbarte immer wieder Abstimmungsprobleme.
Diese hätte die TSG durchaus mutiger nutzen können. Denn häufig gewannen die Gäste den Ball bereits in der Dortmunder Hälfte, sie spielten die Situationen aber dann nicht entschlossen aus. Den einzigen Aufreger der ersten Halbzeit gab es auf der Gegenseite: Schiedsrichter Harm Osmers entschied zunächst auf Elfmeter für Dortmund, nahm seine Entscheidung aber dann zurück. Serhou Guirassy war allzu leicht gefallen.
Die zweite Halbzeit begann fulminant: Reyna nutzte eine zu kurze Abwehr der Hoffenheimer zu seinem ersten Bundesligatreffer seit Mai 2023. Wesentlich besser wurde das Spiel aber nicht. Rückkehrer Karim Adeyemi, nach überstandener Oberschenkelverletzung zurück, verzückte das Publikum mit einem Solo. Davon abgesehen spielte der BVB weiter schwerfällig, Hoffenheim hätte das fast zum Ausgleich durch Adam Hlozek (62.) genutzt.
A.S.Diogo--PC