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"Schade": Straßer fährt in Adelboden knapp am Podest vorbei
Linus Straßer hatte den erlösenden Podestplatz dicht vor Augen - und verlor ihn dann in der Nebelsuppe von Adelboden doch noch aus dem Blick: Nach einem unrunden zweiten Durchgang ist der Slalomstar beim Weltcup in Adelboden Vierter geworden. In die Freude über das beste Saisonergebnis mischte sich die Enttäuschung über eine verpasste große Chance.
"Schade, ich wäre hier gerne auf dem Podest gewesen. Aber ich bin im zweiten Lauf einmal raus - und dann nicht mehr in den Rhythmus reingekommen", sagte der 32 Jahre alte Münchner im ZDF: "Platz vier bedeutet aber, dass es kein so schlechtes Rennen war."
Straßer lag 97 Hundertstel hinter Olympiasieger Clement Noel aus Frankreich, der nach dem ersten Durchgang noch Dritter hinter dem führenden Österreicher Manuel Feller und Straßer gewesen war. Bei schwierigen Bedingungen gelang Noel dann aber ein blitzsauberer zweiter Lauf. Der folgende Straßer kam nicht heran, Feller schied aus.
Für Noel war es der 13. Weltcup-Sieg. Nur zwei Hundertstel dahinter landete Lucas Pinheiro Braathen auf Platz zwei - für den "Ex-Norweger" war es das erste Podest seit seinem Comeback und dem Nationenwechsel zu Brasilien. Dritter wurde Norwegens Weltmeister Henrik Kristoffersen (+0,14 Sekunden).
Straßer, der von 2021 und 2023 dreimal in Folge beim Adelboden-Slalom auf das Podest gefahren war, hatte nach bislang enttäuschendem Saisonverlauf zuletzt schon mit Platz sechs in Madonna di Campiglio aufsteigende Form gezeigt. Anton Tremmel (33.) und Adrian Meisen (49.) verpassten in Adelboden den zweiten Lauf der besten 30.
Ursprünglich war für Samstag in Adelboden ein Riesenslalom angesetzt gewesen, angesichts angekündigter heftiger Schneefälle im Berner Oberland wurde das Programm aber getauscht. Nun machte der Slalom den Auftakt, am Sonntag geht es dann in den Riesentorlauf.
F.Ferraz--PC