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Handballer beziehen WM-Quartier: "Es kann richtig losgehen"
Deutschlands Handballer haben ihr WM-Quartier im dänischen Silkeborg bezogen. "Ich bin froh, dass wir endlich hier sind. Wir haben es gut hinter uns gebracht. Wir freuen uns, hier alles einzuräumen, am Dienstag das Training, und dann kann es so richtig losgehen", sagte Kapitän Johannes Golla nach der rund vierstündigen Busfahrt vor dem Hotel Radisson Blu Papirfabrikken.
Zwei Tage vor dem Start ins WM-Abenteuer gegen Polen am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD) herrscht große Zuversicht im deutschen Lager. Ein Sieg in diesem Duell sei "das klare Ziel", betonte Golla. Das Spiele werde "der Grundstein für den restlichen Verlauf des Turniers - in beide Richtungen."
Der Traum von der ersten WM-Medaille seit dem Wintermärchen 2007 im eigenen Land treibt das Team von Bundestrainer Alfred Gislason an. "18 Jahre, das ist schon wirklich eine lange Zeit. Es wäre schon etwas Schönes, Edelmetall in der Hand zu halten, aber dafür müssen wir einiges tun, das wissen wir", hatte der Magdeburger Linksaußen Lukas Mertens dem Sport-Informations-Dienst (SID) bereits vor der Abfahrt gesagt: "Es kann jetzt losgehen, wir haben Bock auf das Ganze."
Nach den zwei holprigen Vorbereitungsspielen gegen Brasilien, glaubt Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton, müsse sich das Team noch etwas steigern. "Wenn man die Trainingseinheiten in den letzten Tagen gesehen hat und aus meiner Sicht auch die zwei Vorbereitungsspiele, dann haben wir schon das Gefühl, dass wir noch in unsere Verfassung kommen müssen, dass wir schon noch in Shape kommen müssen", sagte Chatton: "Es fällt nicht jedem gerade leicht, Handball zu spielen. Das versuchen wir uns jetzt hoffentlich noch in den nächsten zwei Tagen zu erarbeiten."
Die Zeit auf der Autobahn verbrachte Chatton direkt in der Nähe von Gislason und Co-Trainer Erik Wudtke. "Da wird Video geschaut. Nicht die alten Western-Klassiker, sondern ganz klassisch Videos für die nächsten Tage", sagte er. Mertens wollte zum Buch greifen, Golla, Christoph Steinert, Nils Lichtlein und Timo Kastening spielten das Kartenspiel Witches.
Neben Polen sind die weiteren Gegner in der Vorrundengruppe A die Schweiz (17. Januar/20.30 Uhr/ZDF) und Tschechien (19. Januar/18.00 Uhr/ARD). Die ersten drei Mannschaften erreichen die Hauptrunde, die das deutsche Team ebenfalls in der Jyske Bank Boxen in Herning absolvieren würde.
C.Amaral--PC