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WM: Biathleten wollen früh "positive Schlagzeilen schreiben"
Felix Bitterling verzichtet für die Biathlon-Weltmeisterschaft in Lenzerheide wie bereits in den Vorjahren auf eine offizielle Medaillenvorgabe. "Die wird es nicht geben, solange ich dabei bin. Das ist mir einfach ein bisschen zu plakativ und ein bisschen zu sehr schwarz-weiß", sagt der DSV-Sportdirektor im SID-Interview. Es gehe um die "Balance. Wir sagen schon klar und haben auch das Selbstvertrauen, dass wir Medaillen gewinnen wollen."
Jedoch wolle man "nicht diese Medaillen-Hatz starten, dass wir jetzt die erste haben und dann die Zählerei anfängt, wie viele noch fehlen. Wenn man seinen ganzen Fokus auf eine Medaille legt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Schuss nach hinten losgeht, aus meiner Sicht deutlich höher", führt Bitterling aus. Es gehe darum, "bei jedem Wettkampf Tuchfühlung nach vorne aufzunehmen. Wir wollen in jedem Wettkampf zur Flower Ceremony", so Bitterling.
Dies würde bedeuten in den Staffeln aufs Podest und in den Einzelrennen unter die besten sechs. "Wenn wir dann so ein bisschen in den berühmten Flow kommen, sind Medaillen eine Frage der Zeit", betont der Sportdirektor. Das Verpassen des Podests in der Mixed Staffel zum Auftakt am Mittwoch (14.30 Uhr/ZDF) wäre zwar "kein Drama. Was wir allerdings vermeiden wollen, ist dieses 'schauen wir mal morgen'. So war es letztes Jahr in Nove Mesto ein bisschen."
Damals ging es auch wegen Materialproblemen erst in der zweiten Woche aufs Podest, letztlich stand eine Bilanz von einmal Silber und zweimal Bronze. "Wir sind positiv und wollen schon in Woche eins positive Schlagzeilen schreiben", sagt Bitterling. Insbesondere der Gesamtweltcupführenden Franziska Preuß traue er "alles zu". Auch bei den zuletzt mit Problemen am Schießstand kämpfenden Männern glaube er an "gute Resultate".
R.Veloso--PC