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DSV-Adler stürzen erneut ab - Kobayashi mit Heimsieg
Die angeschlagenen deutschen Skispringer haben in Japan die nächste krachende Pleite kassiert. Beim letzten Weltcup vor der WM kam Rückkehrer Pius Paschke im ersten von zwei Springen in Sapporo als bester Deutscher nur auf Platz 23. Zum ersten Mal seit 14 Jahren landete kein DSV-Springer im Weltcup unter den besten 20.
Mit einem überlegenen Heimsieg meldete sich Japans Topstar Ryoyu Kobayashi nach längerer Schaffenskrise kurz vor der WM in Trondheim (26. Februar bis 9. März) eindrucksvoll zurück. Mit Sprüngen auf 137,0 und 136,5 m (286,4 Punkte) siegte der dreimalige Tourneechampion deutlich vor dem Österreicher Jan Hörl (266,7) und Domen Prevc aus Slowenien (266,2).
Paschke hatte zuletzt den Weltcup in Lake Placid ausgelassen und in Planica trainiert. Die Form der ersten Saisonwochen, als er fünf Springen gewonnen hatte, hat er dort aber nicht zurückgewonnen. Nach einem guten ersten Sprung am Samstag (Platz zwölf) rutschte der 34-Jährige noch weit nach hinten. Andreas Wellinger, im Vorjahr Dritter in Sapporo, kam auf Platz 24, Stephan Leyhe landete auf Rang 29.
Für die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Horngacher war es ein fast schon historisch negatives Ergebnis. Schlechter waren die deutschen Springer zuletzt beim Fliegen in Vikersund 2011, als der spätere Frauen-Bundestrainer Maximilian Mechler 27. wurde. Auf einer Großschanze liegt ein schlechteres Ergebnis sogar 15 Jahre zurück, Martin Schmitt kam im März 2010 in Oslo als bester Deutscher auf Platz 40.
Zum sechsten Mal in Folge landete kein deutscher Skispringer in den Top 10. Für die DSV-Adler war es zudem das 14. Springen in Folge ohne Podestplatz. Eine längere Flaute innerhalb einer Saison hatte es zuletzt im Winter 2007/08 gegeben. Das letzten Springen vor den Weltmeisterschaften findet am Sonntagmorgen (3.00 Uhr MEZ) statt.
E.Ramalho--PC