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"Dummheit": Presse zerlegt Hummels - Rückendeckung vom Team
Mats Hummels war untröstlich. Erst entschuldigte er sich bei seinen Teamkollegen in der Kabine, anschließend öffentlich bei den Fans. "Es tut mir leid. Ich habe heute alle mit einem Fehler im Stich gelassen", schrieb der Innenverteidiger der AS Rom rund eine Stunde nach dem schmerzhaften 1:3 (0:1) im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League bei Athletic Bilbao auf Instagram.
Sein Platzverweis nach elf Minuten, dem ein schlimmer Fehlpass auf Höhe der Mittellinie vorausgegangen war, sei "einfach dumm und schrecklich" gewesen. "Diese Spiele waren früher die, in denen sich das Team auf mich verlassen konnte. Jetzt habe ich dem ganzen Verein den Traum vom Sieg der Europa League gekostet", sagte Hummels: "Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll. Ich bin genauso enttäuscht wie ihr alle."
Von seinen Teamkollegen erhielt der 36-Jährige Rückendeckung. "Im Fußball passieren jedem Fehler, wir stehen alle hinter ihm", sagte Stürmer Eldor Shomurodov, nachdem sich Hummels in der Kabine vor die Mannschaft gestellt hatte. Kapitän Gianluca Mancini empfand die Entscheidung von Schiedsrichter Clément Turpin unterdessen als "zu hart. Ich war in der Nähe. Ich glaube nicht, dass er der letzte Mann war. Gelb wäre gerechter gewesen", sagte Mancini.
Anders sah es Trainer Claudio Ranieri: "Für mich war es ein klarer Platzverweis", sagte der 73-Jährige. Hummels habe "einen großen Fehler gemacht, aber das passiert."
Die heimische Presse war weniger zurückhaltend. Das Aus der Roma sei vor allem auf die "Dummheit" des Deutschen zurückzuführen, schrieb die Gazzetta dello Sport, Hummels habe "alles kaputt gemacht". Der Fehlpass und die Notbremse seien "ein doppelter Fehler, der der Roma das Leben kostete", schrieb Corriere dello Sport über den "Hummels-Wahnsinn" - und griff einen vor kurzem veröffentlichten Instagram-Post des Weltmeisters von 2014 sarkastisch auf: "Vom Oscar für den längsten Urlaub bis zum Oscar für den absurdesten Fehler."
F.Moura--PC