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Siegemund in Wimbledon erstmals in Runde drei - Lys verliert
Laura Siegemund hat beim Rasen-Klassiker in Wimbledon für eine kleine Überraschung gesorgt und erstmals in ihrer Karriere die dritte Runde erreicht. Die 37 Jahre alte Doppel-Spezialistin aus Metzingen besiegte die frühere US-Open-Finalistin Leylah Fernandez (Kanada) nach einer starken Vorstellung mit 6:2, 6:3.
Siegemund ist damit die letzte verbliebene Deutsche im Turnier. Eva Lys verlor gegen die an Position 30 gesetzte Tschechin Linda Noskova mit 2:6, 6:2, 3:6. Die 23 Jahre alte Hamburgerin hatte im All England Club erstmals in der zweiten Runde gestanden.
"Das ist so schön, dafür spiele ich Tennis und dafür spiele ich auch noch Einzel", sagte Siegemund bei Prime Video und fügte überglücklich hinzu: "Ich nehme das als Plus mit. Das ist ein Sahnehäubchen für mich, und ich bin froh, dass ich ein bisschen Sahne schmecken darf."
In der dritten Runde am Freitag trifft Siegemund, die im Doppel und im Mixed-Doppel drei Grand-Slam-Titel gewonnen hat, auf Australian-Open-Siegerin Madison Keys (USA). In der ersten Runde hatte sie die Amerikanerin Peyton Stearns in zwei Sätzen besiegt.
Nach leichtem Regen am Morgen war die Partie auf Court 14 mit rund zweistündiger Verspätung gestartet. Siegemund präsentierte sich sofort hellwach und nahm der an Position 29 gesetzten Fernandez das erste Aufschlagspiel ab. Nach 49 Minuten machte Siegemund den Satzgewinn perfekt. Auch im zweiten Durchgang blieb sie die bessere Spielerin und nutzte schließlich ihren zweiten Matchball zum Sieg.
Lys, die im Januar bei den Australian Open als Lucky Loser bis ins Achtelfinale vorgestoßen war, hatte zu Beginn große Probleme. Nach 15 Minuten lag sie im ersten Satz 0:4 zurück, im zweiten Durchgang kämpfte sie sich zurück. Nach 1:44 Stunden musste sich die Weltranglisten-61. aber geschlagen geben.
Queen's-Siegerin Tatjana Maria und Nachwuchshoffnung Ella Seidel waren am Dienstag bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Besonders bitter: Seidel (20) war in ihrer Partie gegen die Spanierin Jéssica Bouzas Maneiro im zweiten Satz umgeknickt und hatte einen Bänderriss im rechten Knöchel erlitten.
O.Gaspar--PC