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WNBA: Las Vegas mit Sweep zum Titel
Die Basketballerinnen der Las Vegas Aces haben sich den Titel in der WNBA per Sweep gesichert. Die Franchise aus Nevada gewann auch das vierte Spiel der Best-of-seven-Finalserie gegen Phoenix Mercury mit 97:86 (54:38), bei den Gästen fehlte die deutsche Starspielerin Satou Sabally wegen ihrer in Spiel drei erlittenen Gehirnerschütterung.
Bei den Aces überragte einmal mehr A'ja Wilson mit 31 Punkten. Die 29 Jahre alte Centerspielerin räumte neben ihrer dritten Meisterschaft auch zahlreiche individuelle Auszeichnungen der US-Profiliga ab: Die zweimalige Olympiasiegerin war in dieser Saison WNBA-Topscorerin, sie erhielt die Auszeichnung als Most Valuable Player der regulären Saison sowie der Finalserie und wurde als Defensivspielerin des Jahres ausgezeichnet - eine solche Fülle an Einzelauszeichnungen hat auch in der Männer-Liga NBA noch kein Spieler in einer einzigen Saison eingeheimst.
"Wir haben die Aufgabe verstanden. Und wir haben verstanden, was vor uns lag", sagte Wilson: "Wir mussten nur aneinander glauben, und das sieht man. Wir sind dankbar. Wir sind gesegnet. Ich würde es mit keiner anderen Mannschaft machen." Für Las Vegas war es der dritte WNBA-Titel binnen vier Jahren (2022, 2023, 2025), unterbrochen wurde die Serie nur 2024 durch New York Liberty mit den deutschen Nationalspielerinnen Leonie Fiebich und Nyara Sabally.
"Wir haben Tränen um dieses Team vergossen, weil es uns so viel bedeutet", sagte Aces-Trainerin Becky Hammon und würdigte ihre Spielerinnen: "Sie haben durchgehalten, nie nachgelassen."
Phoenix wartet nach der deutlichen Finalpleite weiter auf den vierten WNBA-Titel, den ersten seit 2014. Satou Sabally war vor der Saison von den Dallas Wings nach Arizona gewechselt. "Ich habe nach einem Championship-Umfeld gesucht", begründete sie ihren Schritt. Die 27-Jährige aus Berlin verzichtete für ihren Titeltraum auf die Europameisterschaft im vergangenen Sommer, bei der das deutsche Team seine Vorrundenspiele in Hamburg austrug. In den Finals hatte Sabally mit durchschnittlich 21,7 Punkten, 6,0 Rebounds und 3,0 Assists überzeugt.
Ohne Sabally war Phoenix, das sich in Spiel drei dramatisch 88:90 geschlagen geben musste, am Freitagabend (Ortszeit) chancenlos gegen entfesselnde Aces. Las Vegas verwandelte allein in der ersten Spielhälfte neun Dreier - eingestellter Finalrekord - und ging mit komfortablen 16 Punkten Vorsprung in die Kabine.
Offen ist, wann bzw. ob die kommende WNBA-Saison startet. Nach ergebnislosen Treffen am Verhandlungstisch und öffentlichen Angriffen droht ein Lockout, es wäre der erste in der Geschichte der Frauen-Profiliga. Im Herbst hatte die Spielerinnengewerkschaft eine Ausstiegsoption gezogen, zum 31. Oktober läuft damit der aktuelle Tarifvertrag aus. Eine Einigung ist derzeit nicht in Sicht.
A.F.Rosado--PC