-
Marine-Inspekteur warnt vor wachsender russischer Bedrohung auf See
-
Ausgeträumt: Freiburg wirft Hertha aus DFB-Pokal
-
Trump will noch in dieser Woche eine der wichtigsten Klimaschutz-Grundlagen kippen
-
Liga-Restart: Flensburg unterliegt Gummersbach klar
-
Kolumbiens Präsident Petro nach eigenen Angaben knapp einem Attentat entgangen
-
Entführte Mutter von US-Moderatorin: Bilder von Überwachungskamera zeigen Maskierten
-
"Gestapo"-Methoden: ICE-Chef wehrt sich im Kongress gegen harte Vorwürfe
-
"Friedensbemühungen": Vance besucht nach Armenien auch Aserbaidschan
-
Nur Rang vier: Raimund geht mit Mixed-Team leer aus
-
Olympia: Ukrainischer Sportler will Gedenkhelm trotz IOC-Verbots tragen
-
Souverän zum Happy End: Rodlerin Taubitz gewinnt Olympia-Gold
-
Gewerkschaften rufen für Donnerstag zu Streik bei Lufthansa auf
-
Heraskewytsch will verbotenen Helm im Wettkampf tragen
-
DEB-Routinier Müller: "Ich akzeptiere die Entscheidung"
-
Bundeskabinett befasst sich mit EU-Regeln für Künstliche Intelligenz
-
Treffen mit De-facto-Herrscher und Fußball: Prinz William besucht Riad
-
US-Handelsminister Lutnick räumt Besuch auf Epstein-Insel ein
-
Taubitz auf Goldkurs - Drama um Fräbel
-
Treibstoffkrise: Auswärtiges Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach Kuba ab
-
Fußballspieler Ribéry will Anzeige wegen Dokument in Epstein-Akten erstatten
-
Grünes Licht aus Brüssel: Google darf Cyber-Sicherheitsfirma Wiz übernehmen
-
Bundesozialgericht: Immer mehr und längere KI-generierte Klagen
-
Prozess um mehr als 120 verwahrloste Hunde: Bewährung für Frau in Sachsen-Anhalt
-
Verluste bei Modemarke Gucci sorgen für Gewinneinbruch bei Luxuskonzern Kering
-
Stadt Dortmund darf nach Abschleppen keine Extragebühr für Kostenbescheid verlangen
-
Franzose in U-Haft: 89 Jugendliche in Deutschland und anderen Ländern missbraucht
-
Russland kündigt Einschränkungen bei Nutzung von Telegram an
-
Hamburg: Bauarbeiter stirbt nach Sturz von rund fünf Meter hohem Gerüst
-
Betrug mit Coronatests in Millionenhöhe: Fast dreieinhalb Jahre Haft in Hannover
-
Kaputte Medaillen: Organisatoren der Olympischen Winterspiele bieten Reparatur an
-
Kauft Lauch: Französische Supermärkte unterstützen Gemüsebauern
-
Säugling stirbt in Berlin nach Infektion mit Meningokokken
-
Trotz Beitragsschulden: Krankenkasse darf Kinderzimmer nicht durchsuchen
-
Einzel: Nawrath verpasst Medaille knapp
-
Team-Kombi: Aicher und Weidle-Winkelmann holen Silber
-
Arcelormittal bestätigt Plan für Bau von elektrischem Hochofen in Dünkirchen
-
Vorschläge der Regierung zum Klimaschutz - Umwelthilfe nennt Programm unzureichend
-
Online-Sicherheit für Jugendliche: Plattformbetreiber im Fokus
-
IOC verbietet Olympia-Athletem Helm mit Abbildungen im Krieg getöteter Ukrainer
-
Mecklenburg-Vorpommern: 57-Jähriger stirbt bei Arbeiten an Lastwagenanhänger
-
US-Abgeordnete kritisieren Schwärzung von Namen in Epstein-Akten "ohne ersichtlichen Grund"
-
Baden-Württemberg: 37-Jähriger erschießt Ehefrau auf offener Straße
-
Verbände zu Dunkelfeldstudie: Ausmaß der Gewalt ist ein Schock
-
US-Regierung will Verurteilung von Trumps früherem Chefstrategen Bannon aufheben
-
EU-Parlament beschließt neue Kennzeichnung für alkoholfreie Weine
-
Copernicus: Januar 2026 war trotz regionaler Kältewellen fünftwärmster Januar überhaupt
-
Autoindustrie warnt vor Arbeitsplatzverlust in Deutschland - und fordert Reformen
-
Zwei Tote an Silvester in Bielefeld: Mutmaßlicher Feuerwerksverkäufer festgenommen
-
Mercosur-Abkommen: EU-Parlament verabschiedet Schutzregelung für Bauern
-
Tarifverhandlungen mit Lokführergesellschaft: Bahn legt erstes Angebot vor
China setzt Vergeltungszölle hoch - EU-Länder beschließen erste Gegenzölle
Börsenkurse auf Talfahrt, besorgte Verbraucher und keine Lösung in Sicht: Die seit Mittwoch geltenden Zusatzzölle der USA auf die Importe dutzender Länder haben erneut Gegenmaßnahmen ausgelöst. Das Finanzministerium in Peking kündigte einen Vergeltungszoll von 84 Prozent auf alle US-Importe an. Die EU-Länder segneten in Brüssel erste Vergeltungszölle auf US-Waren ab - in den kommenden Wochen könnten weitere Gegenmaßnahmen folgen. An den Börsen brachen die Kurse erneut ein.
Am Mittwoch traten zusätzliche US-Zölle in Kraft. Für Einfuhren aus der EU werden nun 20 Prozent Zölle fällig. China trifft es am härtesten, auf chinesische Einfuhren gilt ein Aufschlag von 104 Prozent. Peking setzte daraufhin seine geplanten Vergeltungszölle hoch: Am Donnerstag um 12.01 Uhr (Ortszeit; 06.01 Uhr MESZ) treten laut Finanzministerium Gegenaufschläge von 84 Prozent auf alle US-Importe in Kraft - anstelle der bislang vorgesehenen 34 Prozent. "Die Zolleskalation der USA gegen China (...) verletzt Chinas legitime Rechte und Interessen schwer", erklärte das Finanzministerium.
Trump reagierte zunächst nicht auf die chinesischen Gegenmaßnahmen. Er forderte Unternehmen dazu auf, zur Umgehung von Zöllen Standorte in die USA zu verlagern. "Dies ist ein großartiger Zeitpunkt, um Ihre Firma in die USA zu verlegen, so wie es Apple und so viele andere in Rekordzahl tun", erklärte der Staatschef auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Warten Sie nicht, tun Sie es jetzt!"
Seit seinem Amtsantritt im Januar hat Trump zahlreiche Zölle verhängt und angekündigt. Nach der Argumentation des Republikaners wird die Zoll-Offensive die Produktion von Waren in den USA wiederbeleben, indem Unternehmen zum Umzug ihrer Fertigung in das Land gezwungen werden. Viele Experten stellen jedoch infrage, wie schnell das gelingen kann - und ob überhaupt. Sie warnen davor, dass die Inflation erneut angeheizt werden könnte.
In Brüssel beschlossen Vertreterinnen und Vertreter der EU-Staaten eine Liste von US-Produkten, die in den kommenden Wochen nach und nach mit Zöllen belegt werden sollen. Darunter sind Entwürfen zufolge einige Stahl- und Textilwaren, Schminke sowie Mais, Sojabohnen und Geflügel.
Mit den nun beschlossenen Zöllen reagiert die EU zunächst auf die US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte, die bereits seit Mitte März gelten. Die EU-Aufschläge betreffen nach Kommissionsangaben Einfuhren aus den USA im Wert von insgesamt rund 21 Milliarden Euro.
Ungarn stimmte nach Diplomatenangaben als einziges EU-Land gegen die Vergeltungszölle. "Eine Eskalation ist nicht die Lösung", erklärte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto im Onlinedienst X. "Der einzige Weg nach vorne sind Verhandlungen, nicht Vergeltung."
Die ersten Zölle sollen bereits ab dem kommenden Dienstag greifen. Das gilt für Aufschläge, welche die EU bereits in Trumps erster Amtszeit als Reaktion auf dessen Zollpolitik eingeführt hatte. Diese betreffen etwa Harley-Davidson-Motorräder und Jeans. Die meisten anderen Zölle werden den Plänen zufolge ab Mitte Mai fällig, einzelne - etwa auf Mandeln - erst im Dezember. Zusätzlich bereitet die EU weitere Maßnahmen vor, mit denen sie auf die weitreichenderen US-Zölle reagieren will.
Die Eskalation in dem Handelskonflikt hat Befürchtungen über eine Rezession ausgelöst. Nachdem die Börsenkurse am Dienstag zunächst vergleichsweise stabil geblieben waren, fielen sie am Mittwoch erneut. Der Deutsche Aktienindex (Dax) in Frankfurt am Main verlor bis zum frühen Nachmittag rund vier Prozent. In Asien gaben die Kurse überwiegend ebenfalls deutlich nach. Der Nikkei-Index an der Tokioter Börse lag zum Handelsschluss fast vier Prozent im Minus.
Italien halbierte wegen der Zollpolitik Trumps seine Wachstumsprognose: Statt mit einem Plus von 1,2 Prozent rechnet die Regierung in Rom nur noch mit einem Plus von 0,6 Prozent, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen erfuhr. Spanien will seine Wachstumsprognose ebenfalls herabsetzen.
Mit einem Ende der Zollankündigungen ist nicht zu rechnen: Trump hatte am Dienstag angegeben, die USA würden bald Aufschläge auf Arzneimittel erheben.
Der Handelskonflikt nährt Ängste bei chinesischen wie bei US-Verbrauchern. "Ich hoffe, dass sich alle zusammensetzen, versöhnen und reden können und dann die Dinge Schritt für Schritt klären, anstatt sie irrational zu eskalieren", sagte Anwältin Yu Yan in Peking der AFP. In einem Supermarkt in New York sagte Anastasia Nevin, sie sei bereits "im Überlebensmodus": "Ich versuche einfach, mich durchzuschlagen. Das ist hart."
A.Seabra--PC