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Zahl der Zwangs-Abschiebungen aus Frankreich stieg 2025 deutlich an
Die Zahl der zwangsweisen Abschiebungen aus Frankreich ist im vergangenen Jahr um 21 Prozent deutlich gestiegen. Rund 15.600 Menschen ohne Bleiberecht seien unter Zwang aus Frankreich abgeschoben worden, teilte das französische Innenministerium am Dienstag in Paris mit. Insgesamt seien rund 25.000 Menschen in ihre Heimatländer zurückgeschickt worden. Unterdessen stieg die Zahl der Festnahmen von Ausländern ohne gültige Aufenthaltspapiere um 30 Prozent. Besonders betroffen waren Menschen aus dem Maghreb: Die Zahl festgenommener Algerier ohne Bleiberecht stieg um 52 Prozent, bei Tunesiern waren es 33 Prozent mehr und bei Marokkanern 19 Prozent mehr als im Vorjahr.
Als eine Folge der verschärften Einwanderungspolitik unter dem früheren Innenminister Bruno Retailleau wird der Rückgang der Legalisierungen von zehn Prozent gewertet. Retailleau habe im Januar 2025 in einem Rundschreiben an die Behörden darauf gedrängt, Menschen ohne gültige Papiere nur in Ausnahmefällen das Bleiberecht zu gewähren und die Bedingungen dafür zu verschärfen, erklärte Guillaume Mordant, Leiter der Statistikabteilung der französischen Ausländerbehörde. Insgesamt wurden nach den Zahlen des Innenministeriums rund 28.600 Ausländer legalisiert.
Die Zahl der Asylanträge verringerte sich leicht um 3,7 Prozent auf knapp 152.000. Die meisten Asylbewerber in Frankreich kamen aus der Ukraine, der Demokratischen Republik Kongo und aus Afghanistan. Die Anerkennungsquote stieg auf 52 Prozent.
Retailleau, der sich eine schärfere Einwanderungspolitik auf die Fahnen geschrieben hatte, war im Oktober von Laurent Nuñez im Amt des Innenministers abgelöst worden. Er ist derzeit Parteichef der konservativen Republikaner und bringt sich für die Präsidentschaftswahl 2027 in Stellung.
C.Cassis--PC