-
"Fiasko für Merz": Grüne sehen Kanzler nach Prämien-Stopp geschwächt
-
Nach Demütigung in Schule: Mutter verteidigte Frank Schätzing gegenüber Lehrerin
-
Reform privater Altersvorsorge nimmt letzte parlamentarische Hürde
-
US-Handelsgericht erklärt Trumps globalen Zoll von zehn Prozent für rechtswidrig
-
Bundesrat billigt Erleichterungen für "Überkreuz-Spenden" von Nieren
-
Mehrere Täter nehmen Geiseln in Bank in rheinland-pfälzischem Sinzig
-
Deutsche Exporte im März leicht gestiegen - Probleme wegen Iran-Kriegs erwartet
-
Urteil: Rheinland-pfälzische Minister dürfen auch Mitglied im Stadtrat sein
-
Ministerium wertet Wehrerfassung als Erfolg - mehr als 90 Prozent Antwortquote
-
Online-Fakeshops auf Mallorca betrieben: 35-Jähriger Deutscher festgenommen
-
FC Bayern: Davies fällt erneut aus - Kompany fordert Fokus
-
Schwesig fordert Reform-Gesamtpaket von Merz - nach Stopp der 1000-Euro-Prämie
-
Ein Jahr nach Wahl: Bischöfe würdigen Papst Leo XIV. für Einsatz für Frieden
-
Frauenanteil in Dax-Aufsichtsräten bleibt unter 40 Prozent - und sie gehen früher
-
Fußfessel für Gewalttäter: Bundestag beschließt neues Gewaltschutzgesetz
-
Urteil: Allergiemittel darf nicht mit "macht nicht müde" beworben werden
-
Bundesrat stoppt geplante 1000-Euro-Entlastungsprämie
-
Amsel, Fink und Co.: Ab Freitag wieder Gartenvögel zählen
-
Trotz einseitiger Waffenruhe: Russland und Ukraine überziehen sich mit neuen Angriffen
-
Stark demente Seniorin nach zweitägiger Suche in Auto in Brandenburg entdeckt
-
Hunderte Verfahren nach Durchsuchungen wegen Schwarzarbeit in Kurierbranche
-
Zugticket für Fahrt zum New Yorker WM-Fußballstadion soll nun 105 Dollar kosten
-
Bahn: Nachfrage nach Europa-Verbindungen 2025 stark gestiegen
-
Ex-Kapitän Müller als TV-Experte bei der Eishockey-WM
-
Kommunalwahl in England: Regierende Labour-Partei erleidet Verluste
-
Linke plant Großkundgebungen gegen Sozialreformen - Aufleben der "Montagsdemos"
-
CDU-Politiker Heveling wird neuer Präsident des Bundesrechnungshofs
-
Iran-Krieg hinterlässt Spuren: Industrieproduktion im März rückläufig
-
Feuerwehr rettet verletzte Jugendliche in Mainz aus Spielgerüst
-
Drei Wanderer sterben bei Vulkanausbruch in Indonesien - Mehrere Vermisste
-
Nana Mouskouri "kann nicht mehr so singen wie früher - nur ein bisschen"
-
Luftalarm in Kiew nach Inkrafttreten der von Russland ausgerufenen Waffenruhe
-
Einbruch in Sparkasse in Gelsenkirchen: Rückgabe beschlagnahmter Wertsachen startet
-
Drohende Unicredit-Übernahme: Commerzbank kündigt Abbau von 3000 weiteren Stellen an
-
Trump: Waffenruhe mit Teheran gilt trotz Gefechten in der Straße von Hormus weiterhin
-
NHL: Hurricanes kurz vor Halbfinal-Einzug
-
SPD-Bundestagsfraktion spricht sich gegen zentrale Einigungen der GKV-Reform aus
-
Finanztip: Kosten bei reformierter Riester-Rente reduzieren Förder-Vorteil
-
NBA: Schröder kassiert mit Cleveland die zweite Niederlage
-
"Unglaubliche Freude": Schuster nach Finaleinzug überwältigt
-
Belarus: World Athletics will IOC-Empfehlung nicht folgen
-
"Skandalöses Monopol": Binaghi will Grand Slam in Italien
-
Täter von Brandsatz-Anschlag auf Juden in den USA zu lebenslanger Haft verurteilt
-
Bundesgesundheitsministerin Warken verteidigt Sparpläne bei Praxis-Ärzten
-
Von Russland ausgerufene einseitige Waffenruhe mit der Ukraine tritt in Kraft
-
Fußfessel für Gewalttäter: Bundestag stimmt über neues Gewaltschutzgesetz ab
-
Bundesrat entscheidet über private Altersvorsorge und Entlastungsprämie
-
Steuerreform: Spahn drängt auf gemeinsamen Vorschlag der Koalition
-
Trump droht Iran bei ausbleibendem Abkommen mit weiteren US-Angriffen
-
Behörden: Mindestens 12 Tote bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon
Mit Benzin übergossen und angezündet: Ugandische Olympionikin stirbt an Verletzungen
Vier Tage nach dem Brandanschlag durch ihren Lebensgefährten ist die ugandische Olympia-Teilnehmerin Rebecca Cheptegei ihren schweren Verletzungen erlegen. Cheptegei sei nach dem "bösartigen Angriff" ihres Partners gestorben, erklärte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees von Uganda, Donald Rukare, am Donnerstag im Onlinedienst X. Er verurteilte die tödliche Attacke auf die Athletin in ihrem Haus in Kenia als "feige und sinnlose Tat". Aktivistinnen forderten die Behörden dazu auf, gegen geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen vorzugehen.
Nach Polizeiangaben hatte Cheptegeis Partner die 33-Jährige am Sonntag mit Benzin übergossen und in Brand gesetzt. Nur wenige Wochen zuvor hatte die Läuferin bei den Olympischen Spielen in Paris den 44. Platz im Marathon belegt.
Durch den Angriff erlitt Cheptegei laut Medizinern Verbrennungen an 80 Prozent ihrer Hautfläche. Sie starb nach Angaben des behandelnden Krankenhauses in der Nacht zum Donnerstag nach multiplem Organversagen. "Ihre Verletzungen waren umfangreich und betrafen die meisten Teile ihres Körpers", sagte der Leiter der dortigen Intensivstation, Kimani Mbugua. Ihr Lebensgefährte, der bei dem Angriff ebenfalls verletzt wurde, hatte sich mit ihr Medienberichten unter Berufung auf ihren Vater zufolge wegen eines Grundstücks gestritten.
In einer Reaktion auf Cheptegeis Tod forderte der ugandische Leichtathletikverband, Täter zur Verantwortung zu ziehen. Kenias Nationales Olympisches Komitee kündigte an, sich der 33-Jährigen zu Ehren "für ein Ende geschlechtsspezifischer Gewalt" einzusetzen. Der kenianische Sportminister Kipchumba Murkomen sagte, es handele sich um eine "nachdrückliche Mahnung", dass mehr gegen geschlechtsspezifische Gewalt getan werden müsse.
Die Vereinten Nationen verurteilten den "gewaltsamen Mord" an Cheptegei "aufs Schärfste". "Geschlechtsspezifische Gewalt ist eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen in der Welt und sollte als solche behandelt werden", erklärte Stéphane Dujarric, der Sprecher des UN-Generalsekretärs.
In Kenia ist Gewalt gegen Frauen weit verbreitet. Offiziellen Statistiken zufolge hat mehr als jede dritte Frau über 15 Jahren schon körperliche Gewalt erlebt. Die Statistiken über Todesopfer geschlechtsspezifischer Gewalt weichen allerdings stark voneinander ab - das verdeckt nach Aktivistenangaben das wahre Ausmaß des Problems.
"Dies ist Femizid", erklärte Njeri Migwi, Gründerin der Organisation Usikimye gegen geschlechtspezifische Gewalt im Onlinedienst X nach dem Tod Cheptegeis. "In erster Linie muss die Regierung Stellung beziehen", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.
Cheptegei ist die dritte Athletin, die seit 2021 in Kenia getötet wurde. Im Oktober 2021 war die 25-jährige kenianische Rekord-Läuferin Agnes Tirop in ihrem Haus in Iten im Westen Kenias erstochen worden. Ihr Ehemann steht wegen des Mordes vor Gericht, er hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Im April 2022 wurde die in Kenia geborene, bahrainische Leichtathletin Damaris Muthee Mutua ebenfalls in Iten tot aufgefunden - auch hier besteht ein Verdacht auf häusliche Gewalt.
"Der Schatten dieser anhaltenden Gewalt darf nicht ignoriert werden", erklärte die nach Tirops Tod gegründete Organisation Tirop's Angels nach dem Versterben von Cheptegei im Onlinedienst Instagram. "Wir fordern die Öffentlichkeit, die Sportverbände und die Regierung auf, gemeinsam sinnvolle Schritte zu unternehmen, um Frauen und Mädchen zu schützen (...)", hieß es.
Die für Frauenrechte zuständige Beraterin des kenianischen Präsidenten, Harriet Chiggai, sprach von Cheptegei als weiterem Opfer der immer noch "stillen Pandemie" der häuslichen Gewalt. Ihr Büro arbeite mit dem Sportministerium an Mechanismen zur Prävention, Meldung und Reaktion auf geschlechtsspezifische Gewalt im Sport, erklärte sie.
Solche Gewalttaten kämen immer wieder vor, weil es keine hohen Strafen für die Täter gebe, sagte Aktivistin Valerie Aura vom Kollektiv Nguvu der AFP. "Wir müssen hören, dass die Regierung Femizid zu einer Krise erklärt", fuhr sie fort. "Warum ist die Regierung so still?"
Ferreira--PC