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Prinz Andrew darf Militärunifom bei Beerdigung der Queen nicht tragen
Der in Ungnade gefallene zweite Sohn der verstorbenen Königin Elizabeth II., Prinz Andrew, darf bei deren Beerdigungszeremonie keine Militäruniform tragen. Während andere Familienmitglieder auf fünf verschiedenen Gedenkveranstaltungen zu Ehren der Queen - darunter das offizielle Staatsbegräbnis am kommenden Montag - in Uniform erscheinen werden, wird Andrew lediglich bei einer Totenwache im britischen Parlament im Westminster-Palast militärische Kluft tragen, wie die britische Nachrichtenagentur Press Association am Montag berichtete.
Der oft als "Lieblingssohn" der Queen bezeichnete Andrew musste wegen seiner Verbindung zum mittlerweile gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und Missbrauchsvorwürfen seine militärischen Titel abgeben. Er wurde beschuldigt, 2001 ein 17-jähriges Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Andrew bestritt die Vorwürfe und legte im Februar einen Rechtsstreit gegen Zahlung einer ungenannten Summe bei.
Der 62-jährige Bruder des neuen Monarchen, Charles III., war Offizier der Grenadier Guards, die den Buckingham-Palast in ihren charakteristischen roten Jacken und schwarzen Bärenfellmützen bewachen. Seine Mutter hatte ihm nach den gegen ihn erhobenen Vorwürfen seiner königlichen Pflichten weitgehend entbunden.
Der Prinz war auch den Feierlichkeiten zum 70-jährigen Thronjubiläum von Elizabeth II. im Juni ferngeblieben. Andrew war zu dem Zeitpunkt mit dem Coronavirus infiziert. Doch bereits vor seinem positiven Test hatte seine Mutter klargestellt, dass er nicht mit der königlichen Familie auf dem Balkon des Buckingham-Palasts stehen dürfe.
Nogueira--PC