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Entschärfung von Weltkriegsbombe in Osnabrück: 20.000 Menschen müssen Gebiet räumen
Wegen der Entschärfung einer weiteren Weltkriegsbombe in Osnabrück müssen am Dienstag knapp 20.000 Menschen ihre Häuser und Arbeitsplätze verlassen. Wie die Verwaltung der niedersächsischen Stadt mitteilte, sind neben etwa 13.000 Haushalten unter anderem auch der Osnabrücker Hauptbahnhof sowie Schulen und Krankenhäuser von Evakuierungsmaßnahmen betroffen. Das fragliche Gebiet im Stadtkern soll bis 15.00 Uhr geräumt werden.
Der Blindgänger wurde nach Angaben der Stadt am Montag bei Baggerarbeiten im Bereich des sogenannten Lokviertels gefunden und muss aus Sicherheitsgründen zeitnah entschärft werden. Bei Baumaßnahmen in dem Gebiet um einen früheren Güterbahnhof waren in den vergangenen Monaten bereits mehrfach alte Bomben entdeckt worden, deren Entschärfung großflächige Evakuierungen erforderlich machten.
Erst vor etwa zwei Wochen mussten dort rund elftausend Anwohnerinnen und Anwohner wegen einer der Entschärfung eines 500-Kilogramm-Blindgängers ihre Wohnungen mit nur wenigen Stunden Vorlauf verlassen. "Sorry, sorry, sorry - wir wollen euch wirklich nicht ärgern", erklärte die Stadt am Dienstag vor diesem Hintergrund in ihrem Internetliveticker zu aktuellen Entschärfung. "Wir wissen, was wir euch zumuten". Die neuerliche Bombenentschärfung sei allerdings unumgänglich.
Das Gebiet um den Osnabrücker Hauptbahnhof war nach Behördenangaben während des Zweiten Weltkriegs massiv aus der Luft bombardiert worden, weil es sich um einen strategisch wichtigen Verkehrsknotenpunkt handelte. Auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs direkt neben des Hauptbahnhof soll ein neues Wohn- und Geschäftsviertel entstehen, die entsprechenden Arbeiten laufen.
P.Queiroz--PC