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Krimineller Autohandel in Rhein-Main-Gebiet: Razzia von Polizei und Steuerfahndung
Bei Ermittlungen gegen ein Netzwerk krimineller Autohändler im Rhein-Main-Gebiet haben Polizei und Steuerfahndung in Hessen einen weiteren Verdächtigen festgenommen und drei Objekte durchsucht. Die Maßnahmen richteten sich gegen insgesamt vier Beschuldigte im Alter von 30 bis 34 Jahren, wie die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main am Donnerstag mitteilte. In dem Verfahrenskomplex wird seit 2018 ermittelt. Es gab demnach bereits dutzende Anklagen und Gerichtsprozesse gegen Verdächtige.
Alle Beschuldigten gehören nach Ermittlerangaben zu einem Netzwerk "mehrerer miteinander verbundener Großfamilien" und sollen massiv in betrügerischen Autohandel sowie weiterer Delikte wie Sozialleistungsbetrug und Geldwäsche verstrickt gewesen sein. Käufer sollen unter anderem durch Vorlage falscher TÜV- und Serviceberichte über tatsächliche Kilometerstände von Fahrzeugen getäuscht worden sein. Zudem sollen die Täter keine Steuern abgeführt haben.
Die Ermittlungen werden gemeinsam von Staatsanwaltschaft, Steuerfahndung und Polizei geführt und dienen nicht zuletzt der Abschöpfung illegaler Gewinne. In dem Komplex wurden laut Generalstaatsanwaltschaft bereits Vermögenswerte von mehr als 3,2 Millionen Euro beschlagnahmt, darunter Immobilien im Wert von 1,2 Millionen Euro sowie Fahrzeuge im Wert von etwa einer Million Euro.
Darüber hinaus gab und gibt mehr als 65 Verdächtige. 41 Beschuldigte wurden demnach schon teilweise rechtskräftig zu Haft- und Geldstrafen verurteilt. Insgesamt wurden bislang 50 Anklagen und Strafbefehle erhoben oder beantragt.
Der bei der Zugriffsaktion am Donnerstag festgenommene Verdächtige sollte den Angaben zufolge einem Haftrichter vorgeführt werden. Durchsucht wurden drei Anschriften in Frankfurt am Main und Offenbach. Den Beschuldigten werden Steuerhinterziehung und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Bei einem der Männer wurde ein teurer Sportwagen beschlagnahmt.
V.Fontes--PC