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Tausende Menschen protestieren in Marseille gegen Drogenkriminalität
In der französischen Hafenstadt Marseille haben am Samstag tausende Menschen an einem Trauermarsch für den ermordeten Bruder eines Anti-Drogen-Aktivisten teilgenommen. Sie skandierten "Gerechtigkeit für Mehdi" und forderten ein Ende der Drogenkriminalität in Frankreich. An dem Marsch nahm auch der mittlerweile unter Polizeischutz stehende Amine Kessaci teil, der Bruder des Ermordeten Mehdi Kessaci.
Die Täter, die den 20-Jährigen am 13. November am hellichten Tag im Zentrum von Marseille erschossen hatten, werden noch immer gesucht. Ein Halbbruder der beiden, Brahim, war bereits 2020 im Zusammenhang mit dem Kampf zwischen verfeindeten Drogenbanden getötet worden.
"Keine Mutter möchte, dass ihre Kinder vor ihr sterben", sagte Ouassila Benhamdi Kessaci, die Mutter von Mehdi und Brahim, die ebenso wie mehrere Politiker an dem Trauermarsch teilnahm. Sie forderte die Regierung zum Handeln auf: "Das muss aufhören, für alle Familien, die von dieser Plage betroffen sind."
In Marseille waren 2023 im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden knapp 50 Menschen getötet worden, unter ihnen mehrere Unbeteiligte. Im laufenden Jahr waren es nach einer AFP-Zählung bislang 14 Todesopfer im Großraum Marseille.
P.Queiroz--PC