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Politische Unsicherheit löst Goldrausch aus: Nachfrage erreicht 2025 Rekordhoch
Die Nachfrage nach Gold ist im vergangenen Jahr auf Rekordhöhen geschossen: Angesichts wachsender Unsicherheit infolge der unkalkulierbaren Politik von US-Präsident Donald Trump erreichte die Gesamtnachfrage nach dem als Krisenwährung geltenden Edelmetall 2025 einen "neuen historischen Höchststand", wie der Branchenverband Word Gold Council am Donnerstag mitteilte.
Die Gesamtnachfrage nach Gold überstieg demnach erstmals die Marke von 5000 Tonnen. Zusammen mit dem Rekordanstieg des Goldpreises, der dem Verband zufolge im Laufe des Jahres 53 neue Allzeithochs erreichte, habe sich daraus ein "beispielloser" Wert von 555 Milliarden Dollar (rund 464 Milliarden Euro) ergeben - 45 Prozent mehr als im Vorjahr.
In einem Umfeld, "in dem wirtschaftliche und geopolitische Risiken zur neuen Normalität geworden sind", hätten sowohl Verbraucher als auch Investoren Gold verstärkt nachgefragt, erklärte Louise Street, Analystin beim World Gold Council. Da die wirtschaftliche und geopolitische Instabilität auch im Jahr 2026 "kaum Anzeichen eines Rückgangs zeigt, dürfte die Dynamik der starken Goldnachfrage aus dem vergangenen Jahr anhalten", fügte sie hinzu und hob hervor, dass im Januar erstmals die Marke von 5000 Dollar je Unze (rund 31,1 Gramm) überschritten wurde.
2025 stieg dem World Gold Council zufolge die weltweite Investitionsnachfrage auf 2175 Tonnen. Rund um den Globus hätten Anleger "auf der Suche nach einem sicheren Hafen und Diversifizierung" zu Gold-ETFs gegriffen und ihre Bestände im Jahresverlauf um 801 Tonnen aufgestockt. Auch Goldbarren kauften Investoren demnach, wobei die weltweite Nachfrage nach Barren und Münzen einen Wert von 1374 Tonnen oder 154 Milliarden Dollar erreichte - mehr als die Hälfte entfiel dabei auf China und Indien, wo die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent beziehungsweise 17 Prozent zulegte.
Die Nachfrage der Zentralbanken hingegen habe sich 2025 zwar weiter auf einem hohem Niveau bewegt, führte das World Gold Council aus. Die jährliche Nachfrage sank demnach allerdings unter die Schwelle von 1000 Tonnen, die in den drei vorangegangenen Jahren noch übertroffen worden war. Insgesamt stockte der offizielle Sektor seine Goldreserven um 863 Tonnen auf.
Die weltweite Nachfrage nach Schmuck nahm im Laufe des Jahres unterdessen "wie erwartet ab", wie der Verband weiter mitteilte. Angesichts der vielen Preishochs beim Gold ging sie demnach im Vergleich zu 2024 um 18 Prozent zurück. Jedoch stieg der Gesamtwert der Nachfrage nach Goldschmuck auf 172 Milliarden Dollar (plus 18 Prozent). Dies unterstreiche "die langfristige Bedeutung von Gold für die Verbraucher".
Ein weiterer "Rekordwert" wurde dem von Goldbergbauunternehmen gegründeten Branchenverband zufolge beim Gesamtangebot erreicht: Die Minenproduktion stieg demnach auf 3672 Tonnen. "Verhalten" habe sich indes trotz hoher Preise das Recycling von Gold entwickelt und um "moderate" drei Prozent auf 1404 Tonnen zugenommen. Verstärkt auf das Recycling von Gold zu setzen, mahnen insbesondere Umweltverbände an.
G.Teles--PC