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Proteste in Madagaskar: Tausende Menschen fordern Rücktritt des Präsidenten
In Madagaskar sind fünf Tage nach Beginn der teils gewalttätigen Proteste gegen Stromausfälle und Trinkwassermangel wieder tausende Menschen auf die Straße gegangen. In der Hauptstadt Antananarivo strömten am Dienstag tausende Demonstranten nach erneuten Protestaufrufen im Internet in das zentrale Viertel Ambohijatovo, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Die Protestteilnehmer skandierten Parolen, mit denen sie den Rücktritt von Präsident Andry Rajoelina forderten, die Polizei reagierte mit Tränengas und Gummigeschossen.
Nach tagelangen Protesten in dem ostafrikanischen Inselstaat mit mehr als 20 Toten hatte Rajoelina am Montag seine gesamte Regierung entlassen. Er versicherte den Menschen, Lösungen für die Probleme des Landes zu finden und die Situation zu verbessern – doch das reichte nicht aus, um die Proteste zu beenden.
Der Präsident sei "Teil eines korrupten Systems", sagte eine 30-jährige Agraringenieurin, die anonym bleiben wollte, bei den Protesten am Dienstag. "Er versucht uns glauben zu machen, dass sich etwas ändern wird."
Aus Sicht der Aktivistin Masova war die Entlassung der Regierung durch Rajoelina "ein kleiner Sieg". Die Menschen wollten "wirklich Veränderung, Rechtsstaatlichkeit und Gerechtigkeit für alle", sagte die 30-Jährige, die aus Angst vor Repressalien ihren richtigen Namen nicht nennen wollte. Deshalb seien die Proteste "nicht mehr nur eine Bewegung der Generation Z".
Die unter dem Namen "Gen Z" zusammengeschlossene Protestbewegung rief am Dienstagabend in den Online-Netzwerken die Madegassen auf, "aufzuwachen". Die Proteste würden nicht aufhören, "bis das Ziel erreicht" sei.
Die Proteste hatten am Donnerstag begonnen. Auslöser waren regelmäßige Stromausfälle, bei denen Haushalte und Geschäfte oft mehr als zwölf Stunden am Tag ohne Elektrizität waren, sowie Probleme bei der Wasserversorgung. Bei den Protesten waren Banken und Geschäfte geplündert und in Brand gesetzt worden, auch die Häuser regierungstreuer Parlamentsabgeordneter wurden angezündet. Nach Angaben von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk wurden seit Beginn der Proteste mindestens 22 Menschen getötet.
Präsident Rajoelina war 2009 nach einem Putsch gegen den damaligen Staatschef Marc Ravalomanana an die Macht gekommen. Ende 2023 wurde er bei einer von der Opposition boykottierten Wahl für eine dritte Amtszeit bestätigt. Das vor der afrikanischen Ostküste liegende Madagaskar gehört trotz seiner vielen natürlichen Ressourcen zu den ärmsten Ländern der Welt. Fast 75 Prozent der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze.
E.Raimundo--PC