-
Zwei Chinesen in Frankreich wegen Spionage angeklagt
-
Merz würdigt Golfstaaten bei Reise als "zuverlässige Kooperationspartner"
-
Kreise: Macrons Berater bemüht sich in Moskau um Gespräche mit Putin
-
Milliardär Musk bekennt: Geld macht nicht glücklich
-
Rechnungshof sieht Milliardenverschwendung bei Gesetz für schnellere Arzttermine
-
Frauen-Klubs stimmen gegen Zusammenarbeit mit DFB
-
US-Vizepräsident Vance in Mailand eingetroffen
-
Tod eines Zugbegleiters: Debatte über Konsequenzen
-
Trotz geringer Inflation und trotz des starken Euro: EZB lässt Leitzinsen unverändert
-
Tod von 17-Jährigem in Castrop-Rauxel: Ermittler gehen von geplanter Tat aus
-
Branchenverbände fordern Fokus auch auf Sanierungen im neuen Heizungsgesetz
-
Scheidender Ministerpräsident Kretschmann: "Ich bin froh, dass ich aufhöre"
-
Bericht: Bundeskriminalamt registriert 321 Sabotageverdachtsfälle in vergangenem Jahr
-
Scharfe Kritik nach Epstein-Enthüllungen: Britischer Premier Starmer lehnt Rücktritt ab
-
Tod eines Zugbegleiters bei Ticketkontrolle: Debatte über Konsequenzen
-
"Zweiter Rekordanstieg in Folge": Ausbildungslöhne legen kräftig zu
-
Gnabry verlängert beim FC Bayern
-
Selenskyj drängt nach Ukraine-Gesprächen in Abu Dhabi auf "schnellere Ergebnisse"
-
Von Netflix bis ZDF: Regierung plant Investitionspflicht in Deutschland
-
Deutsche Eishockey-Frauen verpatzen Olympia-Auftakt
-
EZB lässt Leitzins zum fünften Mal in Folge unverändert
-
Menschenrechtskommissar: UN-Organisation befindet sich im "Überlebensmodus"
-
Stadtameisen bei Futter weniger wählerisch - Hinweis für Stresspegel
-
Russland weist deutschen Diplomaten aus - Wadephul: "Völlig inakzeptabel"
-
Unter Drogen stehende Zweijährige führt Ermittler auf Spur von Pillenversteck
-
Baden-Württemberg: Frau von Müllwagen überrollt und tödlich verletzt
-
Bundeswehr zieht wegen Iran-Konflikts temporär Soldaten aus dem Nordirak ab
-
Niedersachsen verbietet künftig Anbindehaltung von Rindern
-
Greenpeace protestiert in Mailand gegen Ölkonzern Eni als Olympia-Sponsor
-
Koalition einigt sich auf Investitionspflicht für Streamingdienste und Sender
-
Krankenhäuser hoffen auf Wiedereinführung des Zivildienstes
-
Gentechnisch veränderter Mais: Anbauverbot in Italien rechtmäßig
-
"Spiegel": Großteil der von Spahn beschafften Corona-Masken ungenutzt verbrannt
-
EU hofft auf baldigen Abschluss eines Handelsabkommens mit Australien
-
Wegen zu vieler Touristen: Beliebtes Kirschblütenfest am Fuji abgesagt
-
Bundesnetzagentur zieht Millionen mangelhafter Elektrogeräte aus dem Verkehr
-
EuGH kippt Beschluss zu katalanischem Politiker Puigdemont - Keine praktischen Folgen
-
Steuern und Sozialabgaben hinterzogen: Bewährungsstrafe wegen Beihilfe in Hessen
-
European Aquatics lässt russische und belarussische Athleten zu
-
Opfer unter Drogen gesetzt? Sohn von Mette-Marit weist Vorwürfe zurück
-
Kartellamt: Amazon soll wegen Preiskontrollen knapp 59 Millionen Euro zahlen
-
Tödlicher Brand durch Silvesterrakete: Zwei Verdächtige in Bayern ermittelt
-
Wegen Iran-Konflikts: Bundeswehr zieht temporär Soldaten aus Nordirak ab
-
Russland weist deutschen Diplomaten aus - Nach Ausweisung von russischem Diplomaten in Spionagefall in Berlin
-
Hoffnung auf Trendwende: Industrie verbucht kräftiges Auftragsplus
-
Apothekerverband: Arzneimittelausgaben 2025 deutlich gestiegen
-
DFB-Pokalfinale bleibt bis 2030 in Berlin
-
Streit mit SPD um Sitzungssaal: Klage von AfD-Fraktion scheitert in Karlsruhe
-
Erster Pollenalarm im Westen und Südwesten - Im Nordosten hält Kälte Blüten in Schach
-
Leichte Entwarnung nach "außergewöhnlichen" Unwettern in Spanien und Portugal
Regierung macht Weg für leichteren Abschuss von Wölfen frei
Die Bundesregierung hat eine Änderung des Jagdgesetzes auf den Weg gebracht, um einen möglichen Abschuss von Wölfen zu erleichtern. Damit solle der "Schutz von Weidetieren" verbessert werden, teilte das Landwirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Die Umweltschutzorganisation WWF kritisierte den Vorstoß hingegen - es gebe keine Hinweise, dass eine "anlasslose Jagd" zu sinkenden Risszahlen führe.
Der vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzesentwurf sieht ein "regionales Bestandsmanagement" vor. Dieses ermöglicht es Bundesländern, in denen es Regionen mit hohen Wolfszahlen gibt und der Bestand der Tiere demzufolge als nicht gefährdet gilt, die Zahl der dort lebenden Wölfe zu regulieren. "In diesem Rahmen ist eine Jagdzeit von 1. Juli bis 31. Oktober vorgesehen", erklärte das Landwirtschaftsministerium.
Außerdem soll der Abschuss von Wölfen auch unabhängig vom jeweiligen Bestand erleichtert werden - und zwar dann, wenn Tiere bereits Schutzmaßnahmen überwunden und Weidetiere verletzt oder getötet haben. Auch in Gegenden, die als Weidegebiete ausgewiesen werden, die aber wegen besonderer Gegebenheiten mit etwa Deichen oder Almwiesen als nicht geeignet für Zäune gelten, soll der Abschuss von Wölfen möglich sein.
Hintergrund ist, dass die Wolfsbestände in Europa in den vergangenen zehn Jahren stark gewachsen sind - laut Bundeslandwirtschaftsministerium von gut 11.000 Tieren im Jahr 2012 auf über 20.000 im Jahr 2023. In Deutschland leben demnach derzeit nach amtlichen Zahlen 209 Wolfsrudel, vor allem in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen. Ein Rudel besteht in der Regel aus fünf bis zehn Tieren.
Parallel dazu sei auch die Zahl der Wolfsrisse gestiegen, führte das Ministerium aus. 2024 seien rund 4300 Nutztiere von Wölfen gerissen worden, überwiegend Schafe und Ziegen.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hob am Mittwoch hervor, dass Weidetierhaltung "das Herzstück unserer Kulturlandschaft" sei. "Doch wo Herden grasen, ist der Wolf längst kein Zaungast mehr, sondern Teil des Alltags", fügte er hinzu. "Für viele Tierhalter bedeutet jeder Riss nicht nur einen wirtschaftlichen Verlust, sondern auch emotionale Belastung."
Der WWF kritisierte hingegen, mit dem Gesetz könnten "sehr schnell sehr viele Wölfe geschossen werden, die keine Probleme machen". Es bestehe das Risiko, "den Wolf in Deutschland wieder auszurotten", erklärte WWF-Wildtierexpertin Sybille Klenzendorf. "Realistisch betrachtet kann sich die Situation für Weidtierhalter sogar verschärfen, wenn zum Beispiel durch den Abschuss von Leittieren instabile Rudel entstehen und Jungtiere verstärkt auf leichter verfügbare Nutztiere ausweichen."
Der Deutsche Jagdverband (DJV) wies darauf hin, dass es laut einer Umfrage im Auftrag des Verbands eine Mehrheit der Deutschen (64 Prozent) für richtig hält, den Wolf zur Bestandskontrolle ins Jagdrecht aufzunehmen. Auch die Jagd speziell auf Wölfe, die Haus- und Nutztiere töten, wird demnach in ähnlicher Größenordnung befürwortet (62 Prozent), wobei die Zustimmung auf dem Land noch höher liegt (69 Prozent).
Zugleich bewertet knapp die Hälfte der Deutschen (47 Prozent) die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland positiv, während 35 Prozent dies negativ sehen. 29 Prozent der Befragten empfinden Wölfe als Bedrohung, in ländlichen Regionen steigt dieser Anteil auf 34 Prozent. Für die Umfrage wurden vom Institut Civey im Dezember 5000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren befragt.
P.Serra--PC