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Beobachter: Internetsperre im Iran dauert an
Der Sohn des 1979 im Zuge der islamischen Revolution gestürzten Schahs Mohammad Reza Pahlavi hat die regierungskritischen Demonstranten im Iran aufgerufen, die Stadtzentren des Landes zu besetzen. In einer am Samstag im Onlinedienst X verbreiteten Videobotschaft rief der im Exil lebende Reza Pahlavi die Iraner auf, am Wochenende "alle auf die Straße zu gehen". Ziel sei es nicht nur zu demonstrieren, sondern die Stadtzentren dauerhaft einzunehmen, erklärte er.
Die wegen der regierungskritischen Proteste im Iran verhängte landesweite Internetsperre dauert unterdessen nach Angaben von Beobachtern an. Messungen zeigten, dass die Internetblockade 36 Stunden nach deren Beginn weiterhin in Kraft sei, erklärte die Organisation Netblocks am Samstagmorgen.
Im Iran gibt es seit fast zwei Wochen große Demonstrationen. Anfangs richtete sich der Protest gegen die wirtschaftliche Lage, inzwischen gehen die Demonstranten gegen die politische und religiöse Führung in Teheran auf die Straße. Die Behörden gehen hart gegen die Protestierenden vor. Nach Angaben von Beobachtern wurden bereits mehr als 50 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt.
V.F.Barreira--PC