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Urteil in Prozess um Versklavung und Vergewaltigung jesidischer Mädchen erwartet
In einem seit knapp eineinhalb Jahren laufenden Prozess um die Versklavung und Vergewaltigung zweier jesidischer Mädchen im Irak und in Syrien will das Oberlandesgericht München am Montag (09.30 Uhr) das Urteil gegen ein Ehepaar sprechen. Der Mann und die Frau waren nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Ihnen werden Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Kriegsverbrechen durch die Versklavung und die Vergewaltigung vorgeworfen.
Die Bundesanwaltschaft forderte für die beiden Angeklagten lebenslange Haftstrafen sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Die Verteidiger verneinten die Völkermordabsicht und plädierten für den Mann auf neuneinhalb Jahre Haft und für die Frau auf sieben Jahre Jugendstrafe. Twana H. S. und Asia R. A. waren im April 2024 in Bayern festgenommen worden.
Ferreira--PC