-
Nach WM-Kontroverse: Spanische Sängerin Rosalía entschuldigt sich bei argentinischen Fans
-
Söder: Kanzler Merz steht "sehr stabil und stark"
-
EM: Platz sieben für Mixed-Duett Guisard/Wiehn
-
Neuer britischer Premier Burnham möchte schriftliche Verfassung für sein Land
-
Zwei Löschhubschrauber in Griechenland verunglückt
-
Bas: SPD muss sich neu aufstellen und sichtbarer werden
-
Bas: Kommissionsempfehlungen für Rentenreform kein Wunschergebnis
-
Hitze hat Deutschland weiter im Griff - zum Wochenende Abkühlung in Sicht
-
Trump setzt Iran-Angriffe nach seiner vorherigen Eskalationsdrohung vorerst aus
-
Betrugsversuch: 103-Jährige delegiert falschen Wasserwerker am Nacken aus Wohnung
-
Waldbrände in Griechenland fressen sich weiter fort - Flammenmeer westlich von Athen
-
Niedrigwasser: Rheinpegel sinken an mehreren Orten auf Tiefststand
-
Nach CSD-Anschlag: Union dringt auf rasche Konsequenzen
-
Zeidler zum vierten Mal Europameister
-
Traktor stürzt in Wassergraben: 39-Jährige stirbt in Niedersachsen
-
Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma: Besserer Schutz für Minderheit angemahnt
-
Fifa-Chef Infantino trotz Investoren-Rückziehers weiter massiv unter Druck
-
Zivilschutz: 16 Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen am Wochenende
-
Streit im Nürnberger Flughafen eskaliert: Elf Passagiere von Flug ausgeschlossen
-
Erneuter Gefängnisaufstand in Sri Lanka - Hunderte Soldaten im Einsatz
-
Neugebauer vor EM: "Alles geben, alles raushauen!"
-
Gedenktag: Mahnungen zu besserem Schutz für Sinti und Roma
-
Mehr als 12.000 Hektar Land durch Waldbrände in Griechenland zerstört
-
SPD-Generalsekretär fordert höhere Erbschaftsteuer und Vermögensteuer
-
Amiri bleibt in Mainz: "Auf jeden Fall"
-
Messi kehrt zurück, Lewandowski trifft doppelt
-
Trump: USA und Israel setzen neue Angriffe auf den Iran aus
-
Tebas fordert Infantinos Rücktritt: "Spitze des Eisbergs"
-
Brandt nach Ajax-Wechsel: "Für mich der richtige Schritt"
-
Streit um Migrationskrise in Ceuta: Sondersitzung der EU-Innenminister am Dienstag
-
Wadephul: EU-Kommission muss Schutz der Außengrenzen "absolute Priorität" einräumen
-
Trump: USA und Israel verzichten vorerst auf neue Angriffe auf den Iran
-
"Mit KI erstellt": Neue EU-Regeln für Künstliche Intelligenz treten in Kraft
-
Lula wird zum Präsidentschaftskandidaten in Brasilien gekürt
-
Zwei Deutsche unter den Opfern: 13 Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Peru
-
"Sopranos"-Darsteller Vincent Pastore mit 80 Jahren gestorben
-
Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache
-
13 Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Peru - Bericht: Zwei Deutsch unter Opfern
-
EM: Wesemann gewinnt Gold vom 1-m-Brett
-
Ceuta-Krise: SPD-Chef Klingbeil fordert Solidarität mit Spanien
-
Pfeif und Wassen holen EM-Silber im Turmspringen
-
Marokkanische NGO fordert Untersuchung der Ursachen für die Geschehnisse in Ceuta
-
Hunderte Feuerwehrleute kämpfen bei starkem Wind gegen Waldbrände in Griechenland
-
Nach Burnham-Abschied: Bev Craig ist neue Bürgermeisterin von Manchester
-
Lawinenunglück in Pakistan: Alle zehn Bergsteiger um bekannten Nirmal Purja tot
-
Tour de France Femmes: Sprinterin Wiebes holt Gelb
-
CONCACAF fordert "Aufarbeitung" von Infantinos Führung
-
EM: Bleyer und Denisov Sechste in der Freien Kür
-
Italien: 26 Verletzte und Gebäudeschäden nach Erdbeben bei Neapel
-
Rund 300.000 Menschen ziehen bei Hamburger CSD-Demonstration durch die Stadt
Bitteres Heimdebüt für Nagelsmann: DFB-Pleite gegen Türkei
Taktik-Überraschung gescheitert, Heimdebüt misslungen: Bundestrainer Julian Nagelsmann hat mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Sehnsuchtsort Berlin ein böses Erwachen erlebt. Im Finalstadion der EM verlor die DFB-Auswahl mit 2:3 (1:2) gegen eine bessere B-Elf der Türkei, die geforderte Abwehrstabilität war nicht zu sehen.
Dabei brachte Kai Havertz (5.), von Nagelsmann mit "viel Fantasie" und völlig unerwartet als Linksverteidiger aufgeboten, den Gastgeber in Führung. Und auch Neuner Niclas Füllkrug (49.) war wieder zur Stelle. Doch Ferdi Kadioglu (38.), der gebürtige Regensburger Kenan Yildiz (45.+2) und Yusuf Sari (71.) per Elfmeter nach Handspiel von Havertz versetzten Zehntausende im türkischen Hexenkessel in Ekstase. Es war die erste Heimniederlage gegen die Türkei seit über 72 Jahren.
"Die Mannschaft weiß, was auf sie zukommt", sagte Nagelsmann und meinte damit vor allem die Atmosphäre. Die 45.000 bis 50.000 türkischen Fans pfiffen die DFB-Elf und vor allem Kapitän Ilkay Gündogan in dessen erstem Spiel gegen das Land seiner Eltern lautstark aus.
Doch die deutsche Auswahl setzte früh einen Kontrapunkt: Nach feinem Pass von Rechtsverteidiger Benjamin Henrichs auf Leroy Sane und dessen Zuspiel vollendete Havertz eiskalt zum 1:0. Nagelsmanns überraschender Plan schien aufzugehen, der Bundestrainer riss die Fäuste hoch.
Havertz, erläuterte er bei RTL, sei "eine sehr gute Option" hinten links, aber natürlich "kein klassischer" Außenverteidiger. Viel mehr gab der Arsenal-Profi eine Art Hybrid. Bei Ballbesitz eilte er nach vorne. Wenn aber die Türken kamen, fiel er in die Viererkette zurück.
Im Mittelfeld bot Nagelsmann erstmals seinen einstigen Münchner Musterschüler Joshua Kimmich neben Gündogan auf. Im Oktober hatte der Bayern-Profi noch erkrankt gefehlt, diesmal zeigte er neben einigen Ballverlusten auch seinen Wert: Nach seinem feinen Pass ließ Sane das mögliche 2:0 liegen (16.).
In der deutschen Offensive war viel Bewegung. Mal ging Sane steil, mal dribbelte sich Florian Wirtz durch, mal stieß Julian Brandt in die Tiefe. Allein Füllkrug wirkte bei all dem Treiben etwas unbeteiligt.
Doch der Schwung ließ nach guten 25 Minuten nach. Die Gäste, denen Stars wie Hakan Calhanoglu und Cengiz Ünder oder Talent Arda Güler fehlten, kamen auf - und wie! Die türkischen Fans erleuchteten das Stadion zu Tausenden mit ihren Handy-Lampen und durften bald jubeln. Beim 1:1, dem ein langer Ball vorausging, waren Henrichs und Sane nicht auf dem Posten.
Dabei hatte Nagelsmann gewarnt: "Wir dürfen nicht so viel Raum preisgeben durch Bälle über die Kette." Vergeblich. Beim 1:2 verhinderte Havertz die Flanke nicht, im Zentrum rutschte Henrichs unglücklich aus. Kevin Trapp, der Marc-Andre ter Stegen (Rücken) im Tor ersetzte, war beide Male ohne Abwehrchance, als der EM-Ball "Fußballliebe" einschlug.
Diesen trieb Wirtz zu Beginn der zweiten Hälfte über den halben Platz und fand Füllkrug, der im zwölften Länderspiel zum zehnten Mal traf. Die deutsche Mannschaft gewann vorübergehend mehr Kontrolle, war nach vorne aber ideenlos.
Anders die Türkei: Der Dortmunder Sali Özcan traf den Pfosten (53.). Beim Elfmeter von Sari ahnte Trapp die Ecke und war am Ball, verhindern konnte er das 2:3 nicht. Brandt vergab die Chance zum 3:3 (74.). In der Schlussphase feierte Marvin Ducksch noch sein Länderspiel-Debüt.
C.Amaral--PC