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Diskus-Olympiasiegerin Wyludda gestorben
Diskus-Olympiasiegerin Ilke Wyludda ist im Alter von 55 Jahren gestorben. Das bestätigte Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, dem SID. Die zweimalige Europameisterin, die nach einer Bein-Amputation auch im Behindertensport große Erfolge gefeiert hatte, verstarb am Sonntag in Halle/Saale.
"Eine erfolgreiche und wichtige Sportlerin ist allzu früh verstorben. Mit Willensstärke hat sie den gesundheitlich schweren Weg vom olympischen Sport in den Parasport bis hin zur Paralympics-Qualifikation gemeistert. Wir werden Ilka ein ehrendes Andenken bewahren", sagte Beucher.
Wyludda, 1996 Goldmedaillen-Gewinnerin in Atlanta und 2000 in Sydney noch einmal Siebte, war schon in ihrer Karriere als Diskuswerferin 15-mal operiert worden. Nach insgesamt vier Blutvergiftungen mussten der Medizinerin aus Halle an der Saale 2010 zunächst der Unterschenkel und dann ein weiteres Stück des rechten Beines amputiert werden musste.
Die in Leipzig geborene Wyludda startete 2012 in London erstmals bei den Paralympics und wurde Fünfte, holte bei der EM 2014 Silber mit der Kugel und Bronze im Diskuswurf und bei der WM 2015 erneut Kugel-Silber. 2017 beendete sie ihre Sportlerlaufbahn.
Die zweimalige Weltcup- und viermalige Europacupsiegerin war wie die Neubrandenburger Weltmeisterin Franka Dietzsch ein Produkt der Kaderschmieden in der ehemaligen DDR und hatte zwischen 1986 und 1988 elf Junioren-Weltrekorde mit dem Diskus sowie zwei im Kugelstoßen erzielt.
L.Torres--PC