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Eiskunstlauf-EM: Hase/Volodin holen Gold
Das deutsche Eiskunstlauf-Spitzenduo Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin hat sich in Tallinn/Estland erstmals zum Europameister gekrönt. Die zweimaligen Grand-Prix-Sieger aus Berlin kamen nach der Kür am Donnerstag auf 212,48 Punkte und verwiesen die Italiener Sara Conti/Niccolo Macii (206,89) und Anastasiia Metelkina/Luka Berulava aus Georgien (191,88) auf die Plätze.
Das zweite Berliner Duo Annika Hocke und Robert Kunkel, das nach dem Kurzprogramm am Vortag als Fünfte noch in Reichweite der Medaillen lag, rutschte aufgrund mehrerer Patzer in der Kür noch auf Rang acht (176,55) ab. Letizia Roscher und Luis Schuster aus Chemnitz wurden Zwölfte (158,15).
Hase und ihr russischer Partner Volodin zeigten zu Vivaldis "Vier Jahreszeiten" unter höchstem Druck eine nahezu fehlerfreie Kür und verteidigten ihre Führung aus dem Kurzprogramm (71,59) am Mittwoch gegenüber den ebenfalls starken Italienern. 140,89 Punkte war für die Fünftplatzierten des Vorjahres das stärkste Ergebnis des Abends, der nach dem Flugzeugabsturz in der US-Hauptstadt Washington, bei dem mehrere, auch ehemalige, Eiskunstläufer ums Leben kamen, auch im Zeichen der Trauer stand.
Zu Beginn der Session gab es eine Schweigeminute für die Opfer, unter denen sich auch die früheren russischen Paarlauf-Weltmeister Jewgenija Schischkowa und Wadim Naumow sowie mehrere Mitglieder der US-Eiskunstlaufszene befanden. Nach einer Kollision mit einem Militärhubschrauber war in Washington ein Regionalflugzeug mit 64 Menschen an Bord nach Behördenangaben in den Fluss Potomac gestürzt, laut US-Präsident Donald Trump gab es keine Überlebenden.
Der Weltverband ISU reagierte mit einer Stellungnahme, die auch in der Tondiraba-Eishalle verlesen wurde. "Die gesamte Eiskunstlauf-Gemeinschaft" sei "untröstlich über den tragischen Verlust von Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufern, ihren Trainern und Familienangehörigen. Unsere Gedanken sind bei allen, die von dieser Tragödie betroffen sind. Eiskunstlauf ist mehr als ein Sport. Es ist eine enge Familie - und wir stehen jetzt zusammen", hieß es dort.
Mit ihrem ersten EM-Triumph im Rücken gehen Hase/Volodin, die seit 2023 ein Paar auf dem Eis bilden, ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo auch als Topfavorit in die anstehenden Weltmeisterschaften in Boston (24. bis 30. März) - und wollen dort ihre Bronzemedaille aus dem Vorjahr vergolden.
Im Kurzprogramm der Männer verpasste Nikita Starostin als 27. die Kür am Freitag. Bereits am Mittwoch war die zweimalige deutsche Meisterin Kristina Isaev (28.) vorzeitig ausgeschieden. Am Freitag (ab 13.15 Uhr/sportschau.de) gehen Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan aus Oberstdorf als letzte deutsche Teilnehmer an den Start.
G.M.Castelo--PC