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DOSB ruft zur Wahl auf: "Zeichen für die Demokratie setzen"
Präsident Thomas Weikert vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hat dazu aufgerufen, am Sonntag bei der Bundestagswahl abzustimmen - und sich "im Namen des organisierten Sports" deutlich gegen rechts positioniert. "Gerade angesichts der internationalen politischen Trends ist eine klare Stärkung der demokratischen Parteien in Deutschland bei dieser Bundestagswahl aus unserer Sicht das Gebot der Stunde", so Weikert in einem persönlichen Appell.
Der 63 Jahre alte Rechtsanwalt erklärte weiter: "Wir, der organisierte Sport unter dem Dach des DOSB, stehen für eine Gesellschaft, die auf Zusammenhalt und Zuversicht, auf Respekt und Rücksichtnahme, auf Sicherheit und Solidarität baut. Wir stehen für ein respektvolles Miteinander, für Teamgeist, für die Integration von allen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Status."
Der DOSB sei zwar "parteipolitisch neutral", dennoch verwies Weikert auf das in der Satzung festgelegte Wertesystem: "Wir treten rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen sowie jeder Form von Gewalt entschieden entgegen. Wir sind also politisch nicht neutral."
Der organisierte Sport in Deutschland vereint mehr als 28 Millionen Mitglieder in rund 86.000 Sportvereinen. In der vergangenen Woche startete der DOSB eine Wahlkampagne, an der sich Athletinnen und Athleten des Team D und Team D Paralympics beteiligen können. Auch Weikert, der Mitglied der SPD ist, hat per Wahlmotiv dazu aufgerufen, die Demokratie zu stärken.
"Bei einer Bundestagswahl entscheiden wir nicht nur über politische Weichenstellungen, über Parteien oder Personen – wir entscheiden vielmehr über den Kurs, den wir als Gesellschaft gemeinsam setzen wollen", sagte Weikert nun am Montag: "In unseren Sportvereinen leben wir das Prinzip der Demokratie. Wir nehmen die Verantwortung auf uns, Entscheidungen gemeinsam zu treffen, Diskussionen zu führen und miteinander Lösungen zu finden."
A.S.Diogo--PC