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Nach bitterem WM-Ende: Preuß will sich "Traum" erfüllen
Franziska Preuß schwankte nach ihrer wegen Materialproblemen verpassten fünften WM-Medaille zwischen Frust und Zufriedenheit. "Der Massenstart ist eigentlich eine Riesenchance für mich. Dass man mit einem Fehler so abgeschlagen ist, ist schon enttäuschend", sagte die beste deutsche Biathletin nach Platz sieben: "Grundsätzlich fahre ich schon happy heim, habe vier Medaillen gewonnen und sogar einen Titel. Hätte mir das vorher einer gesagt, hätte ich es sofort genommen."
Sie werde noch etwas Zeit brauchen, bis die Stimmungslage von "betrübt" in Glückseligkeit umschlage. Sie freue sich erstmal "auf die eigenen vier Wände", so Preuß, "eine gute Brotzeit daheim, das finde ich immer schön, wenn man lang nicht zu Hause war". Sie wolle "ein bisschen abschalten, Biathlon mal Biathlon sein lassen und den Kopf freikriegen". Nach ein paar Tagen Regeneration gehe dann der volle Fokus auf das große Ziel Gesamtweltcup.
"Das habe ich definitiv im Kopf und ist auch sehr präsent", sagte sie vor dem am 6. März in Nove Mesto beginnenden letzten Trimester: "Ich habe den Traum, das Gelbe Trikot bis zum Schluss zu verteidigen. Dafür muss aber alles zusammenpassen. Ich bin motiviert, mich durchzubeißen und hoffentlich noch gute Rennen zu machen." Mit einem Vorsprung von 92 Punkten auf die Französin Lou Jeanmonnot geht die Gesamtweltcupführende in die verbleibenden sieben Rennen.
Die Bilanz für die Frauen-Mannschaft fiel trotz Gold und Silber von Preuß in Sprint und Verfolgung gemischt aus. Es sei "schon positiv, aber es hätte noch ein bisschen mehr rausspringen können", sagte Trainer Kristian Mehringer vor allem wegen der verpassten Staffel-Medaille. Felix Bitterling wertete das Abschneiden dagegen "sehr positiv", so der Sportdirektor: "Die Mädels-Mannschaft ist auf einem absolut richtigen Weg, wird uns in den nächsten Jahre noch viel Freude bereiten."
A.Magalhes--PC