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"Hungrig" nach Trainerwechsel: Alcaraz jagt fehlenden Titel
Der Weltranglistenerste Carlos Alcaraz startet trotz des Umbruchs auf seiner Trainerposition selbstbewusst in die Australian Open. "Ich bin einfach hungrig auf den Titel", sagte der Spanier vor Beginn des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres am Sonntag. "Ich habe großes Vertrauen in das Team, das ich derzeit habe."
Er fühle sich "einfach gut" und habe stark trainiert, führte Alcaraz aus, der am Freitag mit einem extravaganten beigefarbenen Outfit bekleidet auf der Pressekonferenz in Melbourne erschienen war. Im Dezember hatte sich der Spanier überraschend von seinem langjährigen Erfolgscoach Juan Carlos Ferrero getrennt. Samuel López übernahm als Cheftrainer.
Eurosport-Experte Boris Becker hatte sich wegen des Trainerwechsels zuvor skeptisch ob der Chancen Alcaraz' in Melbourne gezeigt. "Das Einzige, wo ich so ein bisschen Bauchschmerzen habe, ist die Trennung von seinem Trainer Ferrero. Ich wollte es am Anfang gar nicht glauben", sagte die Tennis-Ikone in einer Medienrunde. Der 22-Jährige müsse sich nun "wieder neu finden", sagte Becker, der in Ferrero "einen der besten Trainer weltweit" und "den Grund" sieht, "warum Alcaraz so stark war".
Alcaraz hat in seiner erfolgreichen Karriere bereits sechs Grand-Slam-Titel gewonnen, der Triumph in Melbourne fehlt ihm als einziger noch. "Natürlich ist es etwas Großartiges, den Karriere-Grand-Slam zu vollenden, und noch besser ist es, der jüngste Spieler zu sein, der dies jemals geschafft hat", sagte er. Die Australian Open seien daher sein "Hauptziel" in diesem Tennisjahr.
Der Start in die Saison verlief für Alcaraz vielversprechend. Bei einem Showmatch in Südkorea schlug er seinen italienischen Dauerrivalen, den Titelverteidiger Jannik Sinner, mit 7:5, 7:6 (8:6). Seine Titeljagd in Melbourne beginnt Alcaraz in der ersten Runde gegen den Australier Adam Walton am Sonntag (nicht vor 11 Uhr MEZ/Eurosport).
Ferreira--PC