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Hitze-Drama: Sinner trotzt Krämpfen und beißt sich durch
Drama in der dritten Runde: Jannik Sinner ist bei den Australian Open mit dem Schrecken davon gekommen und hat von starken Krämpfen geplagt das Achtelfinale erreicht. Gegen den anfangs groß aufspielenden US-Amerikaner Eliot Spizzirri quälte sich der italienische Titelverteidiger zu einem 4:6, 6:3, 6:4, 6:4. Nach intensiven 3:45 Stunden verwandelte Sinner seinen Matchball gegen die Nummer 85 der Welt.
Der Weltranglistenzweite hatte bei Temperaturen von über 35 Grad in der australischen Metropole augenscheinlich mit der großen Hitze zu kämpfen. Nachdem es am Anfang auch spielerisch überhaupt nicht gelaufen war, ließ er Mitte des dritten Satzes den Physio kommen und sich an den Unterschenkeln behandeln - doch es wurde zunächst noch schlimmer. Er hatte danach mit Krämpfen am gesamten Körper zu kämpfen - immer wieder schüttelte Sinner mit verzweifelter Miene seine Arme und Beine aus. Seine Trainer riefen ihm hektisch Tipps zu.
Als es für Sinner schon düster aussah und sogar eine vorzeitige Aufgabe realistisch schien, hatte er großes Glück. Wegen der extremen Hitze griff die offizielle "Heat Rule" des Veranstalters. Während auf den Außenplätzen vorerst gar nicht mehr gespielt werden durfte, musste in der Rod Laver Arena das Dach geschlossen werden.
Nach der kurzen Pause schien es Sinner Stück für Stück besser zu gehen. Er schnappte sich ein Break, dehnte in der Pause erneut seine Muskeln und holte sich danach den dritten Satz. Im Anschluss blieb es eng, doch Sinner bewahrte die Ruhe.
Nun wartet auf den Südtiroler am Montag ein Duell mit seinem Landsmann Luciano Darderi. Ein weiterer Italiener buchte am Samstag ebenfalls sein Achtelfinalticket: Der Weltranglistenfünfte Lorenzo Musetti überstand einen intensiven Fünfsatzkrimi gegen den starken Tschechen Tomas Machac und siegte mit 5:7, 6:4, 6:2, 5:7, 6:2.
A.Motta--PC