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"Nicht Top-Favorit", aber Nagelsmann hofft auf WM-Dynamik
Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft nicht als Top-Favorit, hofft jedoch mit einer besonderen Eigendynamik erfolgreich zu sein. "Es ist immer schon eine Frage, wie kommst du ins Turnier rein? Was entsteht da für eine Dynamik?", sagte Nagelsmann am Samstagabend im ZDF-Sportstudio: "Das ist schon ganz, ganz entscheidend."
Beim XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada ist Deutschland auch nach Ansicht des 38-Jährigen "sicherlich nicht Top-Favorit, aber das interessiert auch keinen vorneweg." Am Ende müsse "am Tag X, wenn es dann gefragt ist, eine Top-Leistung" gebracht werden. Dazu müsse die DFB-Elf "versuchen, ein besseres Team zu sein, als vielleicht Mannschaften, die noch mehr gespickt sind mit Weltstars, das steht außer Frage. Und das ist eine große Herausforderung und die gehen wir an."
Wenn alle zu einer guten Form finden, sei "vieles möglich", aber das betreffe auch viele andere Nationen. Deutschland jedenfalls habe "eine sehr, sehr gute Mannschaft. Wir haben sehr, sehr gute Charaktere. Wir haben auch viele Spieler, die schon viel gewonnen haben. Wir haben auch viele Spieler dabei oder werden wir dabei haben, die vielleicht noch nicht so viel gewonnen haben, die diesen Hunger haben. Wir haben schon eine interessante Mischung."
Nagelsmann benennt sein 26-köpfiges Aufgebot am 21. Mai in Frankfurt/Main. Am 27. Mai versammelt er seinen WM-Kader bei Partner adidas, der letzte Test auf deutschem Boden erfolgt am 31. Mai in Mainz gegen Finnland.
Danach fliegt die Nationalmannschaft in die Vereinigten Staaten. Vor der WM (11. Juni bis 19. Juli) steht am 6. Juni in Chicago noch die Generalprobe gegen Co-Gastgeber USA auf dem Programm. In der Gruppenphase trifft Deutschland dann auf Curacao, die Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire) und Ecuador.
A.Santos--PC