-
RMT kündigt U-Bahn-Streiks von November bis Februar an
-
Tesla beendet Cybertruck-Produktion bis Mitte 2027
-
Big-Brother-Siegerin Rochelle Rackham von lautstarkem Publikum ausgebuht
-
Macau verhängt erste Strafe nach Sicherheitsgesetz: Au Kam San zu 12,5 Jahren Haft verurteilt
-
Wirtschaft kritisiert Zinsentscheid der brasilianischen Notenbank
-
UBS-Ökonom Donovan prognostiziert Ölpreisfall und kritisiert Fed-Chef
-
Todesfall von Eva Geller: Opferzahl der Bondi-Strand-Massaker steigt auf 16
-
Türkei und Südafrika stärken diplomatische und wirtschaftliche Bindungen
-
COP31: Lateinamerika tritt mit gespaltenen Allianzen in Antalya an
Baerbock: Wer Klimaschutz vernachlässigt, der kann nicht rechnen
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat vor Beginn des Petersberger Klimadialogs am Dienstag in Berlin nachdrücklich auf die Dringlichkeit zusätzlicher Anstrengungen im Kampf gegen die Erderwärmung hingewiesen. "Wer Klimaschutz in diesen unruhigen Zeiten als teuer, lästig oder überflüssig abtut, der kann nicht rechnen", warnte Baerbock am Dienstag in Berlin. "Wenn wir jetzt nicht handeln, werden wir es in Zukunft noch mit weitaus höheren Kosten zu tun bekommen."
An den hochrangigen Gesprächen des Petersberger Klimadialogs nehmen am Dienstag und Mittwoch Vertreterinnen und Vertreter aus rund 40 Staaten teil. Schwerpunkte des zweitägigen Treffens in Berlin sind ein Nachschärfen der nationalen Klimaziele sowie die finanzielle Unterstützung von Ländern des globalen Südens bei Klimaschutz und Klimaanpassung. Der Klimadialog dient damit der Vorbereitung der nächsten UN-Konferenz im November im brasilianischen Belém. Belastet wird die Klimadiplomatie derzeit durch die Abwendung der USA vom Pariser Klimaschutzabkommen und deren auch finanzielle Konsequenzen.
"In Paris haben wir uns darauf verständigt, als globale Verantwortungsgemeinschaft alle Anstrengungen zu unternehmen, die Erderwärmung im Mittel auf 1,5° Grad zu begrenzen", sagte dazu Baerbock. "Dieser Konsens von Paris steht heute erneut unter Druck und damit auch unser gemeinsames Versprechen, unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft zu sichern." Es sei aber heute dringender denn je, das 1,5°-Grad-Ziel von Paris im Blick zu behalten, "gerade, weil der Gegenwind spürbar ist".
"Weniger Klimaschutz bedeutet zukünftig deutlich weniger Wirtschaftswachstum", warnte die Außenministerin. Dies zeige auch ein Blick auf die weltweiten Märkte: "Global wurde letztes Jahr bereits fast doppelt so viel in Erneuerbare Energien investiert, wie in fossile Energieträger". Bis 2025 werde der globale Markt für saubere Schlüsseltechnologien die Marke von zwei Billionen Dollar erreichen. Daraus ergäben sich "riesige wirtschaftliche Chancen".
Klimaschutz sei kein Selbstzweck, sondern "wer das Klima schützt, schützt uns Menschen, unseren Wohlstand und unsere Sicherheit". Baerbock drang zudem auf die Umsetzung der auf den vorangegangenen UN-Konferenzen gefassten Beschlüsse zur globalen Klimafinanzierung. Auch der designierte Präsident der Konferenz in Belém, André Correa do Lago, forderte alle Staaten auf, "sich offen und gemeinschaftlich einzubringen, um eine so komplexe Herausforderung, wie sie der Klimawandel mit seinen eng verzahnten sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Dimensionen darstellt, zu bewältigen".
P.Mira--PC