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Einkommen von Altenpflegern: Gehaltsspanne und regionale Unterschiede
Einkommen von Altenpflegern: Gehaltsspanne und regionale Unterschiede
Die Vergütung in der Pflege hat sich deutlich verbessert, wobei Fachkräfte im Durchschnitt knapp 4.440 Euro brutto monatlich verdienen. Die Spannbreite reicht von unter 4.000 bis zu fast 4.900 Euro.
Die Gehälter in der Altenpflege sind im Vergleich zur Vergangenheit deutlich gestiegen. Ausgebildete Fachkräfte müssen den Vergleich mit anderen Berufsgruppen nicht scheuen, da Pflegeeinrichtungen sowohl an den Branchenmindestlohn als auch an das regionale Gehaltsniveau gebunden sind.
Trotz deutlicher Lohnerhöhungen in den vergangenen Jahren bleibt die Rekrutierung von Personal schwierig. Die Pflegeversicherung befindet sich in einer angespannten Finanzlage, was zu Reformbemühungen der Bundesregierung führt. Der Spitzenverband der Krankenkassen (GKV) warnt darauf hin, dass höhere Löhne für Pflegekräfte auch die Eigenanteile der Bedürftigen beeinflussen können.
Pflegeberufe gelten als Engpassberufe mit unzureichendem Arbeitskräfteangebot. Fast jede vierte der rund 840.000 Pflegekräfte stammt aus dem Ausland, in Krankenhäusern liegt dieser Anteil bei 17 Prozent. Die Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter ist in den letzten zehn Jahren um mehr als ein Fünftel gestiegen; etwa 80 Prozent davon sind Frauen.
Laut Bundesagentur für Arbeit verdienen Pflegefachkräfte in der Altenpflege im Mittel knapp 4.440 Euro brutto monatlich, in der Krankenpflege rund 4.600 Euro. Die Spanne ist groß: Ein Viertel der Fachkräfte erhält maximal knapp 4.000 Euro, ein weiteres Viertel fast 4.900 Euro oder mehr.
Die Ausbildung für Kranken- und Altenpflege findet seit einigen Jahren gemeinsam statt, mit einer Spezialisierung im dritten Jahr möglich. Der Mindestlohn beträgt aktuell 21,03 Euro pro Stunde für Fachkräfte und 16,52 Euro für Pflegehilfskräfte. Zudem stehen mindestens 29 Urlaubstage zu. Diese Regeln gelten jedoch nicht für Privathaushalte als Arbeitgeber.
Im Durchschnitt liegen die Stundenlöhne in der Langzeitpflege bei 24,50 Euro mit einem Anstieg von 3,4 Prozent im laufenden Jahr. Fachkräfte verdienen durchschnittlich rund 28 Euro pro Stunde, Assistenzkräfte knapp 23,40 Euro und Hilfskräfte fast 21 Euro.
Staatliche Einrichtungen sind meist an Tarifverträge gebunden, private legen eigene Gehälter fest. Ohne Tarifvertrag müssen Betriebe die Vergütung am regionalen Niveau ausrichten. Die höchsten mittleren Löhne finden sich in Baden-Württemberg und Hamburg mit etwa 4.600 Euro, die niedrigsten in Sachsen bei knapp 4.200 Euro.
A.Aguiar--PC