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Stechrochen in Deutschland laut Roter Liste offiziell ausgestorben
Der Stechrochen gilt in Deutschland offiziell als ausgestorben. Das geht aus der aktuellen Roten Liste der Meeresfische hervor, die am Donnerstag vom Bundesamt für Naturschutz und dem Rote-Liste-Zentrum in Bonn veröffentlicht wurde. Der Stechrochen wurde demnach seit 1980 nicht mehr in deutschen Meeren nachgewiesen.
Auch der Gefährdungsstatus des Hundhais erhöhte sich. In der aktuellen Liste wird er - ebenso wie der Kleine Scheibenbauch - als vom Aussterben bedroht geführt. Der Dornhai, der Europäische Aal, die Finte, der Heringskönig, der Seehecht und der Zwergdorsch gelten als stark gefährdet. In der Roten Liste der Meeresfische werden alle 105 Arten, die in der deutschen Nord- und Ostsee vorkommen, bewertet. 67 Arten gelten derzeit als ungefährdet.
Im Vergleich zur vorherigen Roten Liste sei die Zahl der gefährdeten oder ausgestorbenen Arten zurückgegangen, erklärte die Präsidentin des Bundesamts, Sabine Riewenherm. "Trotzdem zeigen die umfassenden Analysen, dass die starke Nutzung von Nord- und Ostsee weiterhin kritisch auf die Fischpopulation einwirkt." Wirksame Schutzgebiete und die Wiederherstellung von Lebensräumen in Nord- und Ostsee sowie in den Flusseinzugsgebieten seien daher von großer Bedeutung, betonte Riewenherm.
Die Erhöhung der Wassertemperaturen aufgrund des Klimawandels trage zu gravierenden Veränderungen bei, ergänzte Rote-Liste-Autor Ralf Thiel. So habe der Bestand des kälteliebenden Kabeljaus stark abgenommen, während der des wärmeliebenden Wolfsbarschs zugelegt habe.
R.Veloso--PC