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USA-Venezuela-Krise: Brasilien und Mexiko bieten Vermittlung an
Angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Venezuela haben Brasilien und Mexiko ihren Einsatz als Vermittler angeboten. Er sei "sehr besorgt" über die Entwicklungen in der Region, sagte der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva am Donnerstag. Er habe US-Präsident Donald Trump angeboten, zwischen Washington und Caracas zu vermitteln, "um einen bewaffneten Konflikt hier in Lateinamerika zu verhindern". Auch die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum bot sich als Vermittlerin an, "um eine friedliche Lösung zu finden".
Er habe Trump gesagt, dass der Konflikt mit Venezuela "mit Waffengewalt nicht zu lösen" sei, sagte Lula vor Journalisten. "Es ist besser, sich an einen Tisch zu setzen und miteinander zu reden." Ähnlich äußerte sich Mexikos Präsidentin Sheinbaum: "Wir werden gemeinsam mit allen Ländern in Lateinamerika oder auf anderen Kontinenten nach einer friedlichen Lösung suchen, damit es nicht zu einer US-Intervention kommt", sagte sie.
Zuvor hatte Russland die USA zur Zurückhaltung aufgerufen. Es sei zu hoffen, dass die US-Regierung keinen "fatalen Fehler" begehen werde und "darauf verzichtet, weiter in eine Situation zu rutschen, die unvorhersehbare Folgen für die gesamte westliche Hemisphäre" haben könnte, erklärte das russische Außenministerium. Es rief Washington zur "Deeskalation" auf und bekräftigte seine Unterstützung für Maduros Regierung.
Der Kreml erklärte, er sei in "ständigem Kontakt" mit seinem "Verbündeten und Partner" Venezuela. "Natürlich rufen wir alle Länder in der Region zur Zurückhaltung auf, um jegliche unvorhersehbare Entwicklung in der Situation zu verhindern", erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
Am kommenden Dienstag kommt der UN-Sicherheitsrat nach Angaben aus Diplomatenkreisen zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Zuvor hatte die Regierung in Caracas mit Unterstützung Pekings und Moskaus wegen der "anhaltenden US-Aggression" gegen Venezuela eine Dringlichkeitssitzung gefordert.
Die USA erhöhen militärisch und wirtschaftlich den Druck auf Venezuela. Präsident Donald Trump beschuldigt Venezuelas linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen. Die US-Armee griff seit September immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an, dabei wurden bereits mehr als 90 Menschen getötet. Kritiker stufen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig ein.
Die USA brachten zudem Kriegsschiffe vor der venezolanischen Küste in Stellung und einen venezolanischen Öltanker unter ihre Kontrolle. Am Dienstag ordnete Trump eine Seeblockade gegen "sanktionierte" Öltanker an, die Venezuela anlaufen oder verlassen. Maduro vermutet hinter dem US-Vorgehen Pläne zu seinem Sturz und zum "Diebstahl" venezolanischen Öls.
Chinas Außenminister Wang Ji telefonierte am Mittwoch mit seinem venezolanischen Kollegen Yvan Gil. "China lehnt jegliche Form einseitiger Schikane ab und unterstützt alle Länder bei der Verteidigung ihrer Souveränität und nationalen Würde", erklärte das Außenministerium in Peking anschließend. Venezuela habe "das Recht, eigenständig eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit mit anderen Ländern aufzubauen". China ist Hauptabnehmer venezolanischen Öls.
Mexikos Präsidentin Sheinbaum hatte zuvor vor einem "Blutvergießen" gewarnt und ein Eingreifen der UNO gefordert. Die Vereinten Nationen seien in dem Konflikt bisher "auffällig abwesend", sagte Mexikos Staatschefin am Mittwoch. Dabei sei es ihre Aufgabe, "Blutvergießen zu verhindern und sich immer um eine friedliche Beilegung von Konflikten zu bemühen".
J.Oliveira--PC