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CSU nennt AfD "Erzfeind": Sorge um jüdisches Leben
Die CSU hat die AfD zum "Erzfeind" erklärt. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sagte am Dienstag am Rande der Klausurtagung der Landesgruppe im Bundestag im oberbayerischen Kloster Seeon, die AfD verrate alles, was Deutschland groß gemacht habe und wofür die Union stehe. Dabei nannte Hoffmann die Anbindung an den Westen sowie die feste Verankerung in der Nato und im EU-Binnenmarkt.
Hoffmann sagte, es werde keine Zusammenarbeit der Union mit der AfD geben, sie sei "nichts weniger als der Erzfeind". "Erzfeinde muss man bekämpfen, weil sie wollen einen zerstören - und mit jemandem, der einen zerstören will, kann man nicht zusammenarbeiten."
Der Chef der Bundestagsabgeordneten der CSU wählte seine deutlichen Worte zu Beginn eines Besuchs des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, bei der Klausurtagung. Schuster hatte nachdrücklich vor einer Zusammenarbeit mit der AfD gewarnt.
Schuster sagte, die Situation für Juden in Deutschland sei zuletzt noch problematischer geworden. Er sehe von der islamistischen Seite, von der linksextremen Seite und von der rechtsextremen Seite eine Bedrohung jüdischen Lebens.
Schuster warnte ausdrücklich vor einer Beteiligung der AfD an einer Bundesregierung. Mit solch einer Regierung könne er sich jüdisches Leben in Deutschland "nicht mehr als kompatibel vorstellen".
Derzeit gebe es nur wenig Auswanderung von Juden aus Deutschland aus politischen Gründen. Sollte die AfD irgendwann mit an die Bundesregierung kommen, würde sich voraussichtlich "eine große Anzahl" von Juden überlegen, Deutschland zu verlassen, sagte der Zentralratspräsident.
L.Torres--PC