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Schleusungen über Ärmelkanal: Verdächtigte in Nordrhein-Westfalen festgenommen
Bei Durchsuchungen im Zusammenhang mit illegalen Schleusungen über den Ärmelkanal haben Ermittler vier Verdächtige in Nordrhein-Westfalen festgenommen. Sie sollen in Auslieferungshaft genommen und später nach Belgien überstellt werden, wie die Bundespolizeidirektion in Sant Augustin und die Generalstaatsanwaltschaft Hamm am Mittwoch gemeinsam mitteilten. Sie waren mit Europäischem Haftbefehl gesucht worden.
Die Festgenommenen sollen Teil eines Schleusernetzwerks sein, das Migranten mit Booten über den Ärmelkanal nach Großbritannien brachte. Pro Boot sollen die international agierenden Täter Gewinne zwischen 100.000 und 150.000 Euro erzielt haben. Dabei nahmen sie laut Ermittlern eine Gefährdung von Leib und Leben der Migranten in Kauf, weil das nautische Material nicht für die Überfahrt über den Ärmelkanal geeignet war.
Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem elf Schlauchboote, ein Bootsmotor, zahlreiche Rettungswesten, 33 Mobilfunkgeräte, zwei Gewehre und eine Pistole beschlagnahmt. Auch Bargeld in Höhe von mehr als 50.000 Euro beschlagnahmten die Beamten.
A.Magalhes--PC