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Skeleton: Grotheer glänzt mit Doppelsieg - Neise überzeugt
Olympiasieger und Weltmeister Christopher Grotheer hat einen Traumstart in die neue Skeletonsaison hingelegt. Am Sonntag schob sich der 32-Jährige mit einer Glanzleistung im zweiten Durchgang von Platz drei an der Konkurrenz vorbei und feierte den zweiten Sieg im zweiten Rennen im Eiskanal von Pyeongchang. Bei den Frauen überzeugte in Südkorea Olympiasiegerin Hannah Neise mit Rang zwei.
Insgesamt zeigten sich die deutschen Frauen im Vergleich zum Vortag deutlich verbessert, Jacqueline Pfeifer verpasste auf Platz vier die Medaillenplätze nur knapp.
Grotheer lag am Samstag und Sonntag jeweils vor den Briten Marcus Wyatt und Matt Weston. Felix Keisinger und Lukas Nydegger kamen als Achter und Zehnter ins Ziel, Routinier Axel Jungk (33) tat sich mit Platz 16 dagegen deutlich schwerer.
Unter dem Strich gelang dem Team von Bundestrainer Christian Baude damit ein erfolgreicher Start in die neue Saison. Nach dem ersten Wochenende scheinen die Sieghoffnungen der Deutschen dabei weiter vor allem auf dem Olympiagold-Duo Grotheer und Neise zu ruhen. Bis zuletzt war das nicht absehbar gewesen - für Grotheer stand ein Karriereende im Raum, Neise dagegen pausierte im Sommer wegen Verdachts auf Herzmuskelentzündung länger.
"Da ich vor ein paar Wochen noch überlegt habe, die erste Saisonhälfte auszulassen, bin ich jetzt doch ganz froh, hier zu stehen", sagte Neise nach dem Rennen: "Ich denke, das gibt mir einfach die nötige Lockerheit, um das Ganze zu genießen und Spaß zu haben." Am Samstag war sie Sechste geworden, den ersten Sieg des Winters sicherte sich die Britin Amelia Coltman, am Sonntag setzte sich deren Landsfrau Freya Tarbit deutlich durch.
Bereits am nächsten Wochenende geht es weiter. In Peking stehen die Vorzeichen für das deutsche Team gut, auf der Anlage in Yanqing hatten Grotheer und Neise 2022 mit ihren Olympiasiegen den jeweils größten Karriereerfolg gefeiert. Auch Jungk hat als Silbermedaillengewinner gute Erinnerungen an die Olympiabahn.
P.Cavaco--PC