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"Nicht euphorisiert": DFB-Chef tritt auf die Bremse
Nach dem vorzeitigen Einzug der deutschen Fußballerinnen ins EM-Viertelfinale haben die Verantwortlichen vor verfrühter Euphorie gewarnt. Mit den bisherigen Ergebnissen könne man "zufrieden" sein, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf am Mittwoch in Zürich. "Man sollte jetzt nicht euphorisiert sein. Wir haben das erste Ziel erreicht, aber alle sehen, dass es noch Potenzial gibt." Im weiteren Turnierverlauf müsse "eine Steigerung" her, "das weiß das Trainerteam besser als ich".
Am Tag nach dem 2:1 (0:1) gegen Dänemark machte auch Nia Künzer deutlich, dass es noch Luft nach oben gibt. "Wir können das alle ganz gut einordnen", sagte die Sportdirektorin. Im letzten Vorrundenspiel am Samstag (21.00 Uhr/ZDF und DAZN) gegen Schweden wolle das Team "natürlich Gruppensieger" werden. Die Skandinavierinnen spielten bislang "ein beeindruckendes Spiel", sagte Künzer, die wegen ihres entscheidenden Treffers im WM-Finale 2003 lachend ergänzte: "Mit Schweden habe ich grundsätzlich gute Erfahrungen."
Trotz der spielerischen Defizite zeigte sich Neuendorf mit Blick auf die Reaktion des Teams auf den Ausfall von Kapitänin Giulia Gwinn optimistisch. "Da zeigt sich dann der Charakter einer Truppe. Das begeistert mich schon an einer Mannschaft", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): "Sowas kann auch durch ein Turnier tragen - auch wenn eine Leistung mal nicht zu 100 Prozent überzeugend ist."
M.Carneiro--PC