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Doppelpack von Guirassy: BVB gelingt Befreiungsschlag
In der ersten kritischen Phase der Saison war auf die BVB-Lebensversicherung Verlass: Serhou Guirassy hat Borussia Dortmund zum Befreiungsschlag verholfen. Nach drei Pflichtspielen in Folge ohne Sieg ebnete der 29-Jährige mit einem Doppelpack den Weg zum 4:0 (1:0) gegen den FC Villarreal. In der Champions League sind die Dortmunder nach dem dritten Dreier wieder auf Kurs, die schlechte Stimmung der vergangenen Tage hellte sich spürbar auf.
Guirassy traf zum Ende einer ganz schwachen ersten Halbzeit zur unverdienten Führung (45.+2) und beendete damit auch eine persönliche Torflaute: Seit Mitte September hatte der Stürmer, in der Vorsaison noch bester Torschütze in der Königsklasse, in zwölf Spielen nur zweimal getroffen.
Kurz nach der Pause legte Guirassy nach. Mit einem Handelfmeter scheiterte er zwar zunächst, war aber im Nachschuss erfolgreich (54.). Juan Foyth hatte den Ball auf der Torlinie mit dem Arm abgewehrt - nach Videobeweis sah der Villarreal-Verteidiger die Rote Karte (53.). Karim Adeyemi, erstmals seit seiner Waffenbesitz-Affäre wieder in der Startelf, erhöhte auf 3:0 (58.). Fábio Silva schoss danach einen Foulelfmeter an die Latte (82.), ehe Daniel Svensson (90.+5) für den Schlusspunkt sorgte.
Nach dem enttäuschenden 3:3 gegen den VfB Stuttgart und der schallenden Ohrfeige der Mitglieder für Klubboss Hans-Joachim Watzke bei dessen knapper Wahl zum Vereinspräsidenten tat der Sieg dem BVB gut. Mit zehn Punkten nach fünf Spielen ist die K.o.-Runde in der Champions League fast schon sicher, zudem sind die Top Acht und der direkte Einzug ins Achtelfinale wieder in greifbarer Nähe.
Nach zähem Beginn, bei dem die Gäste den Ball nicht wirklich haben wollten und Dortmund nicht viel mit ihm anzufangen wusste, gab Adeyemi den ersten Schuss der Dortmunder ab - und traf beinahe die Anzeigetafel hinter der Eckfahne (21.). Villarreal hatte wenig Mühe, den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten, weil der BVB zu langsam, zu ungenau und zu ideenlos spielte.
Gefährlicher wurde es, wenn das "Gelbe U-Boot" im Dortmunder Strafraum auftauchte: Tajon Buchanan kam völlig frei zum Schuss, traf den Ball aber nicht richtig (27.), Pape Gueye schoss nach einem Freistoß knapp über das Tor (31.). Am Spiel des Kovac-Teams veränderte sich wenig, im Zweifel wurde der Ball quer oder nach hinten gespielt, auf den Rängen machte sich allmählich Unmut breit, die Südtribüne sang trotzig dagegen.
Mit einem Dribbling in den Strafraum sorgte Adeyemi kurz vor der Pause zum ersten Mal für etwas Aufregung vom dem spanischen Tor (45.). Wenig später war der Ball doch noch im Netz: Guirassy hatte ihn nach einer Ecke mit einem Kopfball dorthin befördert, der Videoassistent prüfte kurz ein mögliches Handspiel von Waldemar Anton in der Entstehung, hatte aber keine Einwände.
Nach Wiederbeginn rettete Foyth nach einem Schuss von Adeyemi auf der Linie - mit dem Arm. Den Elfer von Guirassy parierte Keeper Luiz Junior, wehrte den Ball allerdings genau vor die Füße des BVB-Stürmers ab. Plötzlich war die schlechte Laune verflogen.
SID tl lk
H.Portela--PC