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"Es schmerzt": Frühes Playoff-Aus für Draisaitl
Der große Traum vom Stanley Cup wird sich für Eishockey-Star Leon Draisaitl auch in dieser Saison nicht erfüllen. Der deutsche Nationalspieler ist in den NHL-Playoffs mit seinen Edmonton Oilers bereits in der ersten Runde gescheitert. Die Franchise aus Kanada, bei der er auch Joshua Samanski spielt, unterlag in Partie sechs der Best-of-Seven-Serie bei den Anaheim Ducks mit 2:5. Damit zog Anaheim in der Serie uneinholbar auf 4:2 davon.
Samanski lieferte zum zwischenzeitlichen 1:2 für Edmonton durch Connor Murphy (16.) einen Assist. Draisaitl bereitete das 2:4 (42.) von Wassili Podkolsin vor. Bereits 2017 waren die Oilers an den Ducks gescheitert, damals in der zweiten Runde (3:4). Es war der bis jetzt letzte Playoff-Erfolg für Anaheim, das nun auf die Utah Mammoth von Nationalspieler John-Jason Peterka oder die Vegas Golden Knights (Serienstand 2:3) trifft.
"Es schmerzt immer, tut weh, aber Anaheim hat es einfach verdient. Am Ende des Tages waren sie einfach besser als wir", sagte Draisaitl. "Wir haben nie wirklich das gefunden, was es braucht, den ganzen Weg zu gehen. Es war nicht gut genug. So sehr es auch weh tut - sie waren eben besser."
Oilers-Kapitän Connor McDavid stimmte zu: "Wir haben die ganze Saison nach Konstanz gesucht und sie auch hier in den Playoffs nicht gefunden", sagte er. "Es ist hart. Wir waren die ganze Saison über ein durchschnittliches Team. Ein durchschnittliches Team mit hohen Erwartungen – da wird man enttäuscht sein."
Der Edmonton Examiner nannte das Aus gegen ein schwächer eingestuftes Team "unfassbar". Den Oilers seien dieselben Probleme zum Verhängnis geworden, die sich durch die gesamte Saison zogen. "Ihre Unbeständigkeit. Ihre Schwächen an Einsatz und Intensität. Ihre Mannschaftsverteidigung. Ihre Torwartleistung. Ihr Unterzahlspiel."
In den vergangenen beiden Jahren hatten die Oilers noch jeweils das Finale um den begehrten Stanley Cup erreicht. Beide Male ging die Serie gegen die Florida Panthers verloren. Edmonton wartet seit dem bislang letzten Triumph 1990 auf seinen sechsten Titel.
Für Draisaitl ist das frühe Aus die nächste herbe Enttäuschung nach den Olympischen Spielen. Beim hochkarätig besetzten Turnier in Mailand war er mit der vermeintlich bestbesetzten deutschen Nationalmannschaft der Geschichte im Viertelfinale klar an der Slowakei (2:6) gescheitert.
C.Cassis--PC