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Zimmermann triumphiert in Frankfurt: "Das Nonplusultra"
Georg Zimmermann hat für eine faustdicke Überraschung gesorgt und im Schlusssprint die 63. Auflage des Radklassikers Eschborn-Frankfurt gewonnen. Der deutsche Meister vom Team Lotto Intermarché überquerte nach 211 anspruchsvollen Kilometern das Ziel vor der Alten Oper in Frankfurt als Erster, die Briten Thomas Pidcock (Großbritannien/Pinarello) und Ben Tulett (Visma-Lease a Bike) mussten sich knapp geschlagen geben.
"Ich habe immer gehofft, dass ich in dem wunderschönen Trikot mal ein Rennen gewinnen kann. Das ist das Nonplusultra. Ich bin unfassbar stolz und glücklich", sagte Zimmermann im HR: "Ich dachte für einen Augenblick, dass ich mich verpokert habe. Ich bin die letzten 150 Meter von vorne gefahren und hab alles auf die Pedale geworfen, was noch da war."
Dank einer glänzenden Taktik feierte der Augsburger den ersten deutschen Sieg seit 2019, damals hatte Sprintspezialist Pascal Ackermann triumphiert. Zimmermann ist der insgesamt 14. Deutsche, der es nach ganz oben aufs Podest schaffte.
Die noch einmal verschärfte Streckenführung verlangte den Fahrern in diesem Jahr einiges ab, insgesamt waren mehr als 3300 Höhenmeter zu absolvieren - entsprechend zog sich das Feld im Verlauf des Nachmittags auseinander. Schon früh hatte sich eine fünfköpfige Ausreißergruppe um Jonas Rutsch (Erbach/Intermarché-Wanty) gebildet, die dem Hauptfeld auf bis zu 6:30 Minuten davonfuhr. In dieser Gruppe gab gerade an den Anstiegen meist Rutsch das Tempo vor und sicherte sich damit letztlich auch die Bergwertung des Rennens.
Etwa zur Halbzeit schrumpfte aber der Vorsprung rasant, in dieser Phase lag die zweite, besonders anspruchsvolle Überfahrt des Feldbergs. Von gut sechs Minuten arbeitete sich das Feld auf etwa eine Minute heran - Rutsch und drei weitere Ausreißer hielten im folgenden flacheren Abstieg diesen Abstand auf das Hauptfeld noch konstant, allerdings näherte sich nun bereits eine Verfolgergruppe. Gut 60 Kilometer vor dem Ziel waren Rutsch und Co. dann eingeholt.
Im weiteren Verlauf setzten sich zwölf Fahrer ab, darunter Zimmermann, sie wurden aber kurz vor dem Ziel geschluckt. Zimmermann zog im Sprint beherzt an und feierte seinen fünften Profisieg.
E.Paulino--PC