-
Bonner Rheinbrücke bleibt gesperrt - Neubau nötig
-
EU-Gipfel berät über EU-Haushalt und Lage am Golf
-
Falschmeldung über Messis Vater: Sprecherin entschuldigt sich
-
Ifo-Präsident warnt vor "existenzieller" Abhängigkeit von US-Konzernen bei KI
-
Merz nennt Vorschlag zu EU-Haushalt "viel zu hoch"
-
Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter
-
Handelspolitik: EU-Gipfel setzt auf Dialog mit China - behält sich härtere Gangart vor
-
Linken-Politiker wenden sich gegen Antisemitismus in eigenen Reihen
-
Designierter Linken-Chef Pantisano gegen "scheinbare Reformen" am Arbeitsmarkt
-
Breites Bündnis fordert Umdenken für mehr Flüchtlingsschutz
-
Nouripur: Rahmenabkommen finanziert Irans Repression nach innen und Aggression nach außen
-
"Aberwitzig": Müller und Hummels adeln Neuer
-
Kuba beschließt umfassendes Reformpaket für mehr Marktwirtschaft
-
Rentenreform: Sozialverbände fordern "echte Stärkung" der gesetzlichen Rente
-
Neuer: Nagelsmann "mit dem Herzen dabei"
-
Starmer unter Druck: Labour-interner Rivale Burnham gewinnt richtungsweisende Nachwahl
-
Zweites Spiel, zweiter Sieg: Mexiko vorzeitig Gruppensieger
-
Starmer-Rivale Burnham gewinnt richtungsweisende britische Nachwahl in Makerfield
-
EU-Staats- und Regierungschefs beraten an zweitem Gipfeltag über Haushalt und Nahost
-
US-iranische Verhandlungen zu umfassender Friedenslösung sollen in der Schweiz beginnen
-
US-Geheimdienstkoordinator Pulte soll Amt kommissarisch antreten
-
Linke startet dreitägigen Parteitag in Potsdam
-
Venezuelas Interims-Regierung spricht mit Opposition über demokratischen Übergang
-
Umweltminister Schneider: Bereits über 55.000 Anträge für E-Auto-Prämie eingegangen
-
Tränen beim Triumph: Kanada siegt und weint
-
100 Guerilla-Kämpfer in Kolumbien legen ihre Waffen nieder
-
EU-Staaten wollen Russland-Sanktionen erstmals um zwölf Monate verlängern
-
Nachwahl in Makerfield: Nach Schließung der Wahllokale werden Stimmen ausgezählt
-
Kubanische Regierung stellt mehr als 170 marktwirtschaftliche Reformen vor
-
13 Tote bei dschihadistischem Angriff auf Flughafen in Nigers Hauptstadt Niamey
-
Joker Manzambi sticht doppelt: Schweiz macht Fehlstart wett
-
Fecht-EM: Degenfechterin Ehler überrascht mit Silber
-
Ex-US-Präsidenten und Merkel bei Eröffnung von Obama-Center - Trump fehlt
-
Vance: Iran-Gespräche nicht so hart wie Talkshow-Auftritt
-
EU-Staaten hoffen nach Iran-Deal auf Bewegung auch in Ukraine-Frage
-
Vor Deutschland-Spiel: Wahi darf nun doch nach Kanada einreisen
-
Iran-Abkommen: Trump wütet gegen Kritiker und spricht von "Sieg"
-
Remis gegen Südafrika: Schicks Tschechen droht das Aus
-
"Im Prinzip": Neuer plant DFB-Abschied nach der WM
-
Konfettiregen über New York: Knicks frenetisch gefeiert
-
UN-Menschenrechtskommissar: Offensive auf sudanesische Stadt Al-Obeid muss gestoppt werden
-
EU-Gipfel in Brüssel beginnt mit Selenskyj als Gast
-
Iran-Gespräche: US-Vizepräsident Vance könnte am Wochenende in die Schweiz reisen
-
UN-Klimachef warnt in Bonn vor "Rosinenpicken" beim Klimaschutz
-
In Peine entkommener Straftäter in Italien gefasst
-
Schiffsverfolgungsdienste: Acht Schiffe durchqueren Straße von Hormus
-
Netanjahu ruft zu Erhalt von "lebenswichtiger" Beziehung zu den USA auf
-
Rentenkommission beschließt Empfehlungen - aber vorerst nicht einstimmig
-
Tunesien und Japan im 1000. WM-Spiel - Sondertrikot für Referee
-
Schweiz steuert auf Referendum über Neubau von Akw zu
Debatte um linken und islamistischen Antisemitismus
Zum Jahrestag der antijüdischen Progrome am 9. November 1938 wird über die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus debattiert. Sowohl Bundestagspräsidentin Julia Klöckner als auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (beide CDU) stellten klar, dass wachsende Judenfeindlichkeit egal welcher Schattierung in Deutschland nicht geduldet werden dürfe.
Es dürfe hier "keine Zurückhaltung, keinen kulturellen Rabatt und erst recht keine Relativierung oder gar Verständnis geben", sagte Klöckner dem "Tagesspiegel". Deutschland sei das Land des "Nie wieder". Daran müsse sich jeder halten, der nach Deutschland komme.
Klöckner reagierte damit auf Äußerungen von Alt-Bundespräsident Joachim Gauck. Gauck hatte dem "Tagesspiegel" vom Samstag gesagt, Deutschland habe die Beschäftigung mit Antisemitismus aus dem arabischen Raum lange vernachlässigt. Manche hätten auch Probleme, über Antisemitismus im linken Spektrum zu sprechen.
Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hält linken Antisemitismus hierzulande sogar für gefährlicher als den von rechts und den islamistischen Antisemitismus, "weil er seine Absichten verschleiert", wie Prosor den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben) sagte. Linker Antisemitismus bewege sich "immer an der Grenze zwischen Meinungsfreiheit und Aufhetzungsfreiheit – und hat diese Grenze inzwischen deutlich überschritten", meinte Israels Botschafter.
Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, sieht "eine unheilvolle Allianz" zwischen dem zunehmenden islamistisch motivierten Antisemitismus und linkem Antisemitismus, "der sich ins Gewand des sogenannten Antizionismus kleidet". Dies sei eine "neue und akute Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland", warnte er im "Tagesspiegel".
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) stellte im "Tagesspiegel" klar: "Wer antisemitische Hetze verbreitet, ob hier geboren oder zugewandert, stellt sich klar außerhalb unserer Gemeinschaft."
Die Linkspartei forderte, Antisemitismus als gesamtgesellschaftliches Problem wahrzunehmen. "Antisemitismus ist in Deutschland vor allem ein Phänomen der Mehrheitsgesellschaft", sagte Parteichef Jan van Aken dem "Tagesspiegel".
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte am Sonntag in einer Rede zum Gedenken des 9. November, Antisemitismus "kommt von rechts, von links und aus der Mitte, es gibt ihn unter muslimischen Einwanderern". Er mahnte, jeglicher Judenfeindlichkeit Einhalt zu gebieten.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 organisierten SA-Truppen und Angehörige der SS gewalttätige Übergriffe auf die jüdische Bevölkerung. In ganz Deutschland werden tausende Geschäfte zerstört, Synagogen niedergebrannt und zahlreiche Juden getötet oder in den Tagen darauf in Konzentrationslager verschleppt. Die Angriffe gingen als Reichspogromnacht in die Geschichte ein.
V.Fontes--PC