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BVB gegen Bayern: Ein kleiner Titel - oder nur drei Punkte?
Mit dem Busfahrer will sich Niko Kovac vor dem Bundesliga-Gipfel noch einmal genauer unterhalten. "Wir waren in der Champions League ja jetzt zweimal spät dran", sagte der Trainer von Borussia Dortmund: "Vielleicht haben wir noch eine Geheimroute und schaffen es dann pünktlich zum Stadion."
Der Hintergrund: Der öffentliche Personennahverkehr streikt, der BVB hat alle Fans gebeten, zum Spiel der allerletzten Chance gegen den acht Punkte entfernten Tabellenführer Bayern München am Samstag (18.30 Uhr/Sky) sehr früh anzureisen - am besten zu Fuß oder mit dem Rad. Sonst, verspricht Kovac nach dem BVB-Debakel bei Atalanta Bergamo in der Champions League, würden sie einen Kratz-und-beiß-Auftritt seiner Mannschaft verpassen.
"Wir werden alles geben, um den deutschen Meister zu besiegen", sagte Kovac, die Stimmung im Training sei schon wieder gut (auch dank des Sonnenscheins). "Wir alle freuen uns darauf. Wir brauchen ein volles, gutes Westfalenstadion mit einer guten Atmosphäre. Ich hoffe, wir können das Spiel lange offenhalten."
Die Herangehensweise der Trainer ist durchaus unterschiedlich. Für Bayern-Coach Vincent Kompany ist das Duell ein "Klassiker, diese Spiele sind dermaßen wichtig, dass es wie ein kleiner Titel ist. Wir dürfen das so groß machen, wie es ist - und ich hoffe, dass es auch ein richtiges Topspiel wird."
Kovac dagegen will von Titeln gar nicht reden, dafür ist ihm der Abstand einfach noch zu groß. Er sehe das Spiel "isoliert, nur die drei Punkte", betonte er. "Titel hier, Titel da - es geht um das Spiel."
Sollte der BVB es verlieren, wäre seine Saison quasi vorbei. Im Pokal gescheitert, aus der Champions League rausgeflogen, in der Liga Zweiter ohne Ambitionen nach oben und Gefahr von unten. Es würden wohl lange Monate bis zum Mai.
Die Statistik jedenfalls spricht klar für die Bayern: Sie haben nur eines der vergangenen 14 Liga-Duelle verloren.
M.Carneiro--PC