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Aicher feiert fünften Weltcup-Sieg
Emma Aicher riss die rechte Faust in die Höhe, riss die linke Faust in die Höhe, lachte und schüttelte dann ein wenig erstaunt den Kopf: Gewaltige 0,88 Sekunden Vorsprung betrug ihr Vorsprung, als sie beim Super-G in Soldeu im Kleinstaat Andorra ins Ziel gekommen war, 0,88 Sekunden lag die zweimalige Olympia-Zweite auch noch vorne, als das Rennen zu Ende war - und sie ihren fünften Sieg im Weltcup feiern durfte.
Keine schien von diesem souveränen Erfolg unter strahlend blauem Himmel mehr überrascht als Aicher selbst. "Keine Ahnung", antwortete die 22-Jährige auf die Frage, warum sie denn so schnell gewesen sei, "ich finde nicht, dass ich es voll durchgezogen habe." Es sei sogar so gewesen, gestand das Multitalent, dass sie sich während der Fahrt gesagt habe: "Ja, Emma, konsequenter fahren." Aber, ergänzte sie, "es hat ja auch so gepasst."
Und wie es passte: 0,88 Sekunden Vorsprung auf die Neuseeländerin Alice Robinson, 0,98 Sekunden auf die drittplatzierte Corinne Suter aus der Schweiz, die am Vortag die Abfahrt in Soldeu gewonnen hatte - das war mehr als deutlich. Auch die Teamkollegin konnte da nicht mithalten: Kira Weidle-Winkelmann belegte einen guten siebten Rang (+1,41 Sekunden). Für Aicher war es der dritte Saisonsieg und der dritte insgesamt im Super-G.
Aicher verkürzte zehn Rennen vor dem Saisonende außerdem ihren Rückstand im Gesamtweltcup: 299 Punkte liegt sie nun hinter Mikaela Shiffrin aus den USA (1133 Punkte). Zehn Rennen stehen noch aus, davon sechs in den beiden Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G (je 3) - um in den Kampf um die große Kristallkugel tatsächlich noch eingreifen zu können, müsste Aicher allerdings noch weitere Siege folgen lassen. Im Idealfall schon im Super-G am Sonntag.
C.Cassis--PC