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DFB trauert um früheren Teamarzt Heß
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Nationalmannschaft trauern um ihren langjährigen Teamarzt Heinrich Heß. Der Professor ist im Alter von 94 Jahren nach kurzer Krankheit in Saarbrücken verstorben. Dies teilte der DFB unter Berufung auf die Familie mit.
Heß arbeitete von 1969 bis 1998 für den DFB, zunächst für die Olympiaauswahl und die B-Nationalmannschaft. Ab 1974 war er dann für die A-Nationalmannschaft tätig. In seine Amtszeit als Mannschaftsarzt fielen die WM-Titel 1974 und 1990 ebenso wie die EM-Triumphe 1980 und 1996. In Spielerkreisen trug er den Spitznamen "Knochendoktor", Franz Beckenbauer bezeichnete Heß als einen Arzt, "der sensationell vertrauensvoll mit Spielern umging und neben seiner fachlichen Qualifikation immer Vorbild war".
"Der Gerd Müller hat mich mal einen Tierarzt genannt", berichtete Heß einmal in der Saarbrücker Zeitung, "aber sonst war ich überall der Heini. War ja klar: Mein Vater hieß Heinrich, mein Großvater hieß Heinrich, da muss der Kleine Heini heißen, damit das nicht verwechselt wird."
Der Verstorbene war auch für den ehemaligen Bundesligisten 1. FC Saarbrücken tätig und leitete ab 1975 die St. Elisabeth-Klinik in Saarlouis, die er zur Anlaufstation für Fußballstars aus aller Welt machte. 1998 ging er in den Ruhestand. Im selben Jahr wurde er mit der Goldenen Ehrennadel des DFB geehrt, 2004 erhielt er das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.
L.Torres--PC