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Eisbären eiskalt: Berlin gewinnt erstes Finale in Mannheim
Die Playoff-Könige der Eisbären Berlin haben im Finale der Superlative in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gleich ein Ausrufezeichen gesetzt. Zum Auftakt der Endspielserie der erfolgreichsten Klubs in der DEL-Historie siegte der Titelverteidiger und Rekordmeister 7:3 (3:0, 2:0, 2:3) bei den Adlern Mannheim - mit gnadenloser Effizienz.
Das Team des Meistermachers Serge Aubin, der bislang alle seine 14 Playoff-Serien mit Berlin gewonnen hat, fuhr damit den ersten von vier notwendigen Erfolgen zum zwölften Titelgewinn ein. Am Sonntag (16.30 Uhr/MagentaSport) geht es in der Hauptstadt weiter. Dann könnte Eisbären-Kapitän Kai Wissmann fehlen, der im letzten Drittel nach einem Bandencheck eine Spieldauer-Disziplinarstrafe erhielt.
Liam Kirk (4./58.), Jean-Sébastien Dea (11.), Les Lancaster (19.), Ty Ronning (35.), Markus Vikingstad (36.) und Andreas Eder (57.) erzielten vor 13.600 Zuschauern in der ausverkauften SAP Arena die Tore für die Eisbären, die seit 2002 in den Playoffs nicht mehr gegen Mannheim verloren haben. Kris Bennett (42.), Alexander Ehl (48.) und John Gilmour (56.) verkürzten für die Adler, die erstmals seit 2019 wieder im Finale stehen.
Zehn deutsche Olympiateilnehmer standen auf dem Eis, dazu ein halbes Dutzend weitere Kandidaten für die WM in drei Wochen in der Schweiz. Im deutschen Torhüterduell zwischen Maximilian Franzreb und Jonas Stettmer hatte zunächst der Berliner mehr zu tun, weil die Gastgeber furios starteten.
Doch Stettmer war auf dem Posten, das erste Tor kassierte Franzreb: In Überzahl hatten die Berliner Glück, dass die Scheibe zum völlig freien Kirk gelangte, der Franzreb außer Position erwischte und die Führung der Eisbären erzielte.
Auch beim 0:2 hatte Franzreb Pech, weil der Puck durch einen Block zu Dea sprang, der keine Mühe hatte, sein erstes Playoff-Tor zu erzielen. Auch beim dritten Gegentreffer hatte der Adler-Goalie keine Chance: Den genialen Pass von Marcel Noebels verwertete Lancester eiskalt - es war das dritte Tor mit dem fünften Berliner Torschuss. "Das müssen wir besser verteidigen", sagte Mannheims Nationalspieler Lukas Kälble bei MagentaSport, "sie haben einfache Abstauber gemacht."
Auch im zweiten Durchgang ließen die Berliner, die nach einer schwierigen Hauptrunde nur als Tabellensechste in die Playoffs gestartet waren, die Mannheimer nicht zur Entfaltung kommen. Gleichzeitig verstärkten sie ihre Offensivbemühungen und erhöhten durch Ronnings 32. Playoff-Treffer in den letzten vier Jahren und Vikingstad. Erst im Schlussdrittel gelang es Mannheim, den starken Stettmer zu überwinden - und noch mal kurz für etwas Spannung zu sorgen.
H.Portela--PC