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Doppelsieg möglich: Taubitz führt knapp vor Fräbel
Die deutschen Rennrodlerinnen haben bei den Olympischen Winterspielen Kurs auf einen Doppelsieg genommen. Einen Tag nach dem Olympiasieg von Max Langenhan im Einsitzer führt Weltmeisterin Julia Taubitz nach zwei Läufen in Cortina - allerdings liegt die erst 22 Jahre alte Merle Fräbel bei ihrem Olympia-Debüt nur 61 Tausendstel dahinter auf Platz zwei.
Anna Berreiter, Olympiazweite von Peking, hat zumindest noch zarte Chancen auf Bronze. Ihr fehlen als Neunte zwar 0,867 Sekunden auf Taubitz, sie liegt aber weniger als vier Zehntel hinter der bei Halbzeit drittplatzierten Lettin Elina Bota.
Fräbel hatte im ersten Lauf einen Bahnrekord im Cortina Sliding Centre erzielt, im zweiten leistete sie sich einen kleinen Fehler. Das nutzte Taubitz aus, die sich ihrerseits mit Bahnrekord hauchdünn an die Spitze setzte. Die Entscheidung fällt am Dienstag, wo noch zwei weitere Läufe anstehen (17.00/18.41).
Taubitz, die vor vier Jahren in Peking im zweiten Lauf gestürzt und in der Folge nur Siebte geworden war, will in Norditalien ihr olympisches Trauma überwinden. Gesucht wird die Nachfolgerin der mittlerweile zurückgetretenen Natalie Geisenberger, die in Peking mit ihren Goldmedaillen fünf (Einzel) und sechs (Teamstaffel) zur erfolgreichsten deutschen Winter-Olympionikin aufgestiegen war.
Im Weltcup hatte sich aufgrund einer großen Leistungsdichte in der Spitze keine Topfavoritin für das Saisonhighlight in Norditalien herauskristallisiert. Viele Konkurrentinnen patzten am Montag, darunter auch die Weltcupführende Lisa Schulte (Österreich), die nur Sechste ist.
A.F.Rosado--PC