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Eiskunstlauf: Japanerinnen dominieren Kurzprogramm - Sauter 16.
Japans Eiskunstläuferinnen haben sich bei den Olympischen Winterspielen beste Medaillenchancen im Einzel gesichert. Angeführt von Ami Nakai sind nach dem Kurzprogramm am Dienstagabend drei Japanerinnen unter den besten vier. Nakai führt mit 78,71 Punkten vor Kaori Sakamoto (77,23) und Mone Chiba (74,00) auf Platz vier vor der abschließenden Kür am Donnerstag (19 Uhr). Dritte ist die US-Amerikanerin Alysa Liu (76,59). Die Ravensburgerin Julia Sauter, die für Rumänien antritt, qualifizierte sich als 16. ebenfalls für die Kür.
Im hochklassigen ersten Teil des Frauen-Einzels überzeugte die 17 Jahre alte Nakai zu den Klängen von "La Strada" mit einer fehlerfreien Leistung. Auch die neutralen Athleten haben dank Adelija Petrossjan noch die erste Medaille im Blick. Die Russin ist Fünfte (72,89). Zu einem Medley von Michael Jackson bot die 18 Jahre alte Petrossjan, die die jüngsten drei russischen Meisterschaften gewann, eine ansprechende Darbietung - inklusive Moon Walk. Trainiert wird sie von Eteri Tutberidse, die schon die russische Doping-Sünderin Kamila Walijewa während der Spiele in Peking 2022 betreut hatte.
Russland ist als Nation wegen des Angriffskrieges in der Ukraine von Olympia ausgeschlossen. Allerdings dürfen 13 russische und 7 belarussische Athletinnen und Athleten als neutrale Sportlerinnen und Sportler in Norditalien antreten.
Die für Rumänien startende Sauter kam bei ihrer Olympia-Premiere auf 63,13 Punkte. Als Jugendliche sah sie bei der Deutschen Eislauf-Union (DEU) wenig Karrierechancen und wechselte auf Anraten eines Trainers den Verband. Für Rumänien startete die 28-Jährige bei internationalen Wettkämpfen und gewann zehnmal die nationale Meisterschaft. Im vergangenen Jahr hatte Sauter die für Olympische Spiele notwendige rumänische Staatsbürgerschaft erhalten, bei der Eröffnungsfeier wurde ihr als Fahnenträgerin der 29-köpfigen Delegation eine große Ehre zuteil.
A.Magalhes--PC